Süddeutsche Zeitung

Hitzewelle in Australien:Fledermäuse mit Hitzekoller

  • Seit Weihnachten ächzt Australien unter der extremen Hitze.
  • Von diesem Montag an werden für das ganze Land mehrere Tage mit Temperaturen über 40 Grad erwartet.
  • Das ungewöhnlich heiße Wetter ist auch eine Belastung für Fledermäuse, die verwirrt und gestresst vermehrt Menschen angreifen.

Während in Europa Winter ist, ist auf der anderen Seite der Erde bekanntermaßen Sommer - und der bringt seine eigenen Schwierigkeiten mit sich. Im Alpenraum machten zuletzt anhaltende Schneefälle mit Lawinengefahr und gesperrten Straßen Probleme, Australien stellt sich unterdessen auf eine ungewöhnliche Hitzewelle ein.

Im ganzen Land sollen werden von Montag an Temperaturen über 40 Grad erwartet. Teilweise soll diese Hitze über mehrere Tage anhalten - das komme nur selten vor, sagte ein Metereologe dem Guardian. In einigen Gebieten drohten nun direkt hintereinander so viele Hitzetage, wie es sie sonst in einem ganzen Jahr gebe.

Die Fledermäuse können gefährliche Viren übertragen

Die anhaltende Hitze macht auch der Tierwelt zu schaffen. Fledermäuse greifen vermehrt Menschen an. Allein in den vergangenen zwei Wochen habe es nördlich der Metropole Sydney sieben Angriffe von Fledermäusen gegeben, mehr als je zuvor in einem so kurzen Zeitraum. Behörden warnen vor weiteren Beiß- und Kratzattacken der gestressten Tiere, wie der Sender ABC am Montag berichtete. Bei zwei Tieren sei das dem Tollwuterreger ähnliche australische Fledermaus-Lyssavirus nachgewiesen worden. Es kann für Menschen lebensbedrohlich sein.

Das ungewöhnlich heiße Wetter sei eine Belastung für Fledermäuse, so der Sender. Verwirrt fielen einige Tiere von Bäumen und verfingen sich etwa in Stromleitungen. Menschen seien beim Versuch zu helfen attackiert worden. Statt Fledermäuse in Not selbst zu retten, solle man lieber Experten herbeigerufen.

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