Süddeutsche Zeitung

Leute des Tages:Beruf: Rappende Bestseller-Autorin

Katja Krasavice will nicht mehr Youtuberin genannt werden, Arnold Schwarzenegger wird die Weltrettung zugetraut, und Prinz Harry tröstet Kinder.

Katja Krasavice, 24, vorsichtshalber ohne Berufsbezeichnung, will nicht mehr "Youtuberin" genannt werden. "Wer mich nach einer Nummer-eins-Single und zwei Nummer-eins-Alben immer noch Youtuberin nennt, obwohl ich seit Jahren!!! keine Youtube-Videos mehr hochgeladen habe - mit dem rede ich kein Wort mehr", schrieb sie auf Instagram. Es gebe Rapper, die würden trotzdem Rapper genannt, obwohl sie vorher Drogen verkauft oder studiert oder vor ihrer Musikkarriere "sonstige Dinge" gemacht hätten. Niemand sage: "Jetzt kommt Einzelhandelsfachmann XYZ mit seinem neuen Album." Sie wünsche, künftig "rappende Bestseller-Autorin" genannt zu werden.

Arnold Schwarzenegger, 73, Terminator und ehemaliger Gouverneur von Kalifornien, genießt volles Vertrauen. Bei einer Umfrage unter 2000 Zuschauerinnen und Zuschauern des britischen Fernsehsenders Blaze TV, wer bei einem Alien-Angriff am ehesten die Welt retten könnte, landete der österreichisch-US-amerikanische Schauspieler auf dem ersten Platz, vor Schauspieler Will Smith, 52, und dem britischen Naturforscher David Attenborough, 94. Auf Twitter kommentierte Schwarzenegger seinen Umfrage-Sieg ganz im Stile eines Ex-Politikers: "Ich danke den Menschen für ihr Vertrauen. Ich bin bereit zu dienen."

Prinz Harry, 36, britischer Vater und Sohn, fühlt mit. In einem Vorwort für das Buch "Hospital by the Hill", das sich an Kinder richtet, die Familienmitglieder durch Covid-19 verloren haben, schrieb er auch über seine eigenen Trauer-Erfahrungen nach dem Tod seiner Mutter Diana. "Während ich dich jetzt am liebsten in den Arm nehmen würde, so hoffe ich, dass diese Geschichte dir Trost gibt. Denn du bist nicht allein." Er habe damals nicht akzeptieren wollen, dass seine Mutter nicht mehr da war, "das hat ein großes Loch in mir hinterlassen". Er könne aber sagen, dass dieses Loch auf Dauer gefüllt werde mit Liebe und Unterstützung. Wenn Eltern stürben, dann blieben ihre Liebe, ihr Geist und die Erinnerung an sie. "Sie sind immer da, und du kannst sie für immer festhalten." Das Gefühl von Einsamkeit und Trauer lasse irgendwann nach.

Cher, 74, US-Sängerin, nimmt sich selbst mit Humor. Auf Twitter teilte sie eine fotografische Gegenüberstellung: das faltige Gesicht von Prinz Philip, Ehemann der Queen, und ihr eigenes alterslos-glattes Antlitz. Betextet waren die Bilder mit "Prinz Philip mit 99" und "Cher mit 134". Die Sängerin, die aus ihrer Vorliebe für altersverschleiernde Operationen keinen Hehl macht, hat sich einst selbst als "Poster Girl der Schönheitschirurgie" bezeichnet.

Andriy Lunin, 22, ukrainischer Ersatztorwart von Real Madrid, macht es sich in der Ehe gemütlich. Der Fußballer hat seine Freundin Anastasia Tamazova in einem ebenso sportlichen wie klassischen Outfit standesamtlich geheiratet, wie auf einem Instagram-Foto zu sehen ist. Der Bräutigam trägt einen hellgrauen Jogginganzug und Turnschuhe. Auch die Braut ist eher leger gekleidet, ihr Hausanzug ist aber immerhin traditionell weiß.

Dietmar Bartsch, 62, Spitzenpolitiker, ist unter die Auguren gegangen. Der Co-Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag wertete den Ausgang der Wahl zum "Vogel des Jahres" als gutes Omen für die Bundestagswahl im Herbst. Auf Twitter schrieb er: "Das ROTkehlchen ist zum Vogel des Jahres gewählt worden. Wenn das kein Zeichen ist."

Sophie Passmann, 27, Buchautorin und Poetry-Slammerin, mag keinen Spargel, ja, mehr noch: "Ich verachte Spargel", sagte sie im Podcast "Toast Hawaii" von Bettina Rust. "Ich verstehe auch die Spargel-Geilheit der Deutschen nicht." Spargel sei süß, wahnsinnig mühsam zu schälen und schmecke nur mit Sauce Hollandaise. "Was ich an Spargel mag, ist alles außer dem Spargel. Gib' mir ein Stück Schinken mit Sauce Hollandaise!" Was sie hingegen gerne esse: Rinderzunge in Madeira-Sauce, auch Lungen-Ragout steht bisweilen auf ihrem Speiseplan.

Ben Becker, 56, Schauspieler, hat beruflich einen Plan B. "Wenn es hart auf hart kommt, dann ­melde ich mich beim Gerüstbau. Ich mochte schon immer ­körperliche Arbeit", sagte er der Bild am Sonntag. Ganz pleite sei er durch den Corona-Lockdown noch nicht, "ich muss also noch keine Werbung für Schokoladen­kugeln machen, und das Zelt muss ich auch noch nicht auf der Straße aufbauen". Aber auf das Traumhaus in der Uckermark müsse er jetzt noch ein bisschen warten.

Bestens informiert mit SZ Plus – 4 Wochen kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/1.5241923
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
SZ/dpa/nas
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über Süddeutsche Zeitung Content. Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an syndication@sueddeutsche.de.