Süddeutsche Zeitung

Leute:"Danke fürs Zuhören, Spotify"

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Adele beharrt auf der richtigen Reihenfolge ihrer Songs, auch beim Streaming, Gina Lollobrigida streitet mit ihrem Sohn, und die Queen lässt sich wieder blicken.

Adele, 33, britische Sängerin, hat ihre eigene Reihenfolge durchgesetzt. Offenbar auf ihr Betreiben hin hat der Musik-Streaminganbieter Spotify in seiner Premium-Version die Zufallswiedergabe für Alben deaktiviert, wie die BBC berichtet. Adele kommentierte auf Twitter: "Wir erstellen Alben nicht ohne Grund mit so viel Sorgfalt und stecken viele Gedanken in die Reihenfolge der Songs. Unsere Kunst erzählt eine Geschichte und unsere Geschichten sollten so gehört werden, wie wir es beabsichtigt haben. Danke fürs Zuhören, Spotify." Am 19. November war nach sechs Jahren schöpferischer Pause Adeles neues Album "30" erschienen. Gänzlich abgeschafft wurde die Shuffle-Funktion aber nicht. Während des Abspielens eines Songs kann weiterhin die zufällige Wiedergabe aktiviert werden.

Gina Lollobrigida, 94, italienische Film-Legende, streitet mit ihrem Sohn. "Ich verdiene es nicht, so gedemütigt zu werden", sagte Lollobrigida in einem emotionalen Interview im Fernsehsender Rai. Der Schauspielerin ("Der Glöckner von Notre Dame") wurde vom Gericht auf Initiative ihres Sohnes Milco ein Vormund zugewiesen, ohne den sie keine finanziellen Entscheidungen treffen darf. "Ich habe nichts Schlimmes gemacht", sagte sie. "In meinem Alter sollte ich eigentlich ein bisschen Frieden haben. Aber den habe ich nicht. Ich bin müde. Man sollte mich in Frieden sterben lassen." Lollobrigida ist neben Sophia Loren und Claudia Cardinale eine der drei großen Film-Ikonen Italiens. Es gehe ihrem Sohn um ihr Vermögen, vermutet Lollobrigida. Andere sehen in dem Fall den jungen Assistenten der Schauspielerin kritisch.

Elizabeth II., 95, britische Königin, hat an einer Taufzeremonie für zwei ihrer Urenkel teilgenommen. In einer Kapelle in der Nähe von Schloss Windsor war die Queen trotz ihres zuletzt schlechten Gesundheitszustands anwesend. Getauft wurden August Brooksbank, 13. der Thronfolge und Sohn von Queen-Enkelin Prinzessin Eugenie, 31, und Lucas Philip Tindall, 24. der Thronfolge, das dritte Kind von deren Cousine Zara Tindall, 40. Eugenie ist die Tochter von Prinz Andrew, Zara Tindall die Tochter von Prinzessin Anne. Das Weihwasser aus dem Jordan hatte Thronfolger Prinz Charles von einem Besuch in Jordanien mitgebracht.

Justin Bieber, 27, kanadischer Popstar, wird wegen seines für 5. Dezember in Saudi-Arabien geplanten Auftritts heftig kritisiert. Hatice Cengiz, 39, türkische Schriftstellerin und Verlobte des ermordeten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi, hat Bieber dazu aufgefordert, seinen Auftritt abzusagen. Khashoggi war 2018 getötet und zerstückelt worden, nachdem er am Tag vor seiner Hochzeit das saudische Konsulat in Istanbul betreten hatte. Die Washington Post veröffentlichte nun einen offenen Brief von Cengiz, in dem sie Bieber bittet, nicht für die "Mörder" ihres Verlobten zu singen. Sein Name und sein Talent sollten "nicht verwendet werden, den Ruf eines Regimes wiederherzustellen, welches seine Kritiker tötet". Bieber möchte neben weiteren Künstlern beim Formel-1-Grand-Prix von Saudi-Arabien in der Stadt Dschidda singen.

Cimon, Roboter, soll den deutschen Astronauten Matthias Maurer auf der Internationalen Raumstation ISS bei Laune halten. "Wenn er sich mal schlecht fühlt, dann wird Matthias sagen: ,Heitere mich ein bisschen auf, erzähle mir einen Witz oder erzähle mir was Lustiges', und dann wird irgendwas kommen", sagte der Chef der Europäischen Weltraumagentur Esa, Josef Aschbacher, der Deutschen Presse-Agentur. Das Assistenzsystem Cimon ist ein frei fliegender, medizinballgroßer Roboter mit Sprachsteuerung und einem Display. Cimon sei eine Maschine, die nicht nur als technischer Berater im Alltag der Astronauten fungiere, sondern auch gut unterhalten könne.

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