Süddeutsche Zeitung

Landkreis Ebersberg:97,6 Prozent für Thomas Huber

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Der CSU-Kreisvorsitzende wird mit einem Rekordergebnis wiedergewählt.

Von Wieland Bögel, Grafing

Zuhause ist es doch am schönsten, das gilt offenbar auch für Kreisvorsitzende. Jener der CSU, Thomas Huber, wurde nun in seiner Heimatstadt Grafing mit 97,6 Prozent im Amt bestätigt. Damit bekam der Landtagsabgeordnete immerhin 3,1 Prozentpunkte mehr als bei seiner ersten Wahl vor zwei Jahren in Ebersberg. Auch mit den übrigen Mitgliedern des Kreisvorstandes zeigten sich die Delegierte zufrieden, personell ändert sich fast nichts. Lediglich die frühere Zornedinger Ortsvorsitzende Sylvia Boher gehört dem Vorstand nicht mehr an.

Nach rechtspopulistischen Äußerungen im Mitteilungsblatt ihres Ortsverbandes hatten sowohl Kreisvorsitzender Huber als auch Bezirkschefin Ilse Aigner Anfang 2016 den Rückzug Bohers von allen Parteiämtern gefordert. Dem kam die Schriftführerin des Kreisverbandes zwar nach, allerdings galt dieses Amt bis zur Neuwahl am Wochenende lediglich als ruhend.

Neue Schriftführerin wurde die stellvertretende Markt Schwabener CSU-Ortschefin Elfriede Gindert, sie erhielt das gleiche gute Ergebnis wie der Kreisvorsitzende. Der zweite Schriftführer, Vaterstettens stellvertretender Ortsvorsitzender Michael Niebler, bekam 96,4 Prozent der Stimmen. Für Landrat Robert Niedergesäß und Kirchseeons Zweite Bürgermeisterin Barbara Burgmayr-Weigt als Hubers Stellvertreter gab es jeweils 98,8 Prozent. Einstimmig bestätigt wurden Bundestagsabgeordneter Andreas Lenz als weiterer Stellvertreter sowie Thomas Siegel als Schatzmeister.

Der alte und neue Vorsitzende hatte gute Nachrichten mitgebracht: Die Mitgliederzahlen des Kreisverbandes seien in seiner Amtszeit wieder gestiegen. Dies hatte Huber in seiner Antrittsrede vor zwei Jahren ausdrücklich zu seiner Hauptaufgabe erklärt: Bis 2016 sollte die Mitgliederzahl des Kreisverbandes 2016 betragen. Ganz hat das zwar nicht geklappt, aber Huber gab sich trotzdem zufrieden: "Aktuell haben wir mit 1945 Mitgliedern fast 100 mehr als zu meinem Amtsantritt.

In absoluten Zahlen haben wir 240 neue Mitglieder geworben. Das ist eine fantastische Leistung des gesamten Verbandes." Diese wolle man fortsetzen, Ziel sei, die Mitgliederzahlen weiter zu erhöhen, aber auch in die politischen Prozesse einzubinden, ganz im Sinne von Hubers Anspruch, die Kreis-CSU solle eine "Mitmachpartei" sein. Natürlich werden auch die Wahlen in Bund und Land heuer und 2018 die Agenda bestimmen. Bezahlbarer Wohnraum und "Sicherheit in allen Lebenslagen" lauten zwei Themen, mit denen man die Wähler überzeugen will.

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SZ vom 04.07.2017/koei
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