Süddeutsche Zeitung

Panama Papers:Mossack Fonseca schließt Büros in Steuerparadiesen

  • Die Finanzkanzlei Mossack Fonseca wird künftig in drei britischen Steueroasen nicht mehr durch eigene Dependencen vertreten sein.
  • Der Schritt erfolgt etwa zwei Monate nach Veröffentlichung der Panama Papers.

Knapp acht Wochen nach der Veröffentlichung der Panama Papers hat die Finanzkanzlei Mossack Fonseca die Aufgabe ihrer Büros in drei britischen Steuerparadiesen angekündigt. "Mit großem Bedauern" schließe sie nach mehr als 20 Jahren ihre Vertretungen in Jersey, der Isle of Man und Gibraltar, teilte die panamaische Firma mit.

Als Grund gab Mossack Fonseca eine Strategie zur "Konsolidierung unseres Büro-Netzwerks" an. Dennoch werde die Firma weiterhin "allen" Kunden zur Verfügung stehen.

Mossack Fonseca steht im Mittelpunkt des Skandals um Briefkastenfirmen, der durch die Panama Papers aufgedeckt worden war. Diese umfassen 11,5 Millionen Dokumente, die der Süddeutschen Zeitung vor mehr als einem Jahr zugespielt wurden. Hauptsächlich handelt es sich um E-Mails, PDFs und Fotodateien sowie Auszüge aus einer internen Datenbank von Mossack Fonseca.

Die Daten reichen von den 1970er Jahren bis ins Frühjahr 2016. Sie geben ein detailliertes Bild davon ab, wie Mossack Fonseca Tag für Tag Sanktionsbrüche und Beihilfe zur Steuerhinterziehung und Geldwäsche in Kauf nimmt - unter anderem für Dutzende Spitzenpolitiker, Sportstars und andere Prominente. Die Enthüllungen riefen weltweit Steuerfahnder auf den Plan.

Sämtliche Veröffentlichungen der Süddeutschen Zeitung zu den Panama Papers finden Sie hier.

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