Süddeutsche Zeitung

Tennis:Zverev irritiert erneut

Für Berlin sagte Alexander Zverev ab, nun spielt er in Nizza. Juve kann erst am Sonntag Meister werden.

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Tennis: Deutschlands Topspieler Alexander Zverev wird nach seinem Verzicht auf Berlin Anfang August beim Einladungsturnier Ultimate Tennis Showdown im französischen Nizza starten. Das teilten am Freitag die Organisatoren mit, deren Zugpferd der Hamburger ist. Für Zverev ist es der erste Auftritt nach der umstrittenen Adria-Tour, bei der er mit einem Party-Video für Schlagzeilen gesorgt hatte. In Nizza ist Zverev wie der Kanadier Felix Auger-Aliassime für das Halbfinale gesetzt. Ihre Gegner werden in Gruppenspielen ermittelt. An der Cote d'Azur wird der Weltranglistensiebte Zverev erstmals von seinem neuen Trainer David Ferrer betreut. Mit dem Spanier hat er eine Testphase vereinbart. Auf der Adria-Tour hatten sich mehrere Spieler mit dem Coronavirus infiziert, darunter neben Organisator Novak Djokovic auch der Bulgare Grigor Dimitrow, der in Nizza spielen wird. Zverev hatte sich nach der Adria-Tour in häusliche Isolation begeben wollen. Dann tauchte ein weiteres Party-Video aus Monaco auf, auf dem zu sehen war, wie Zverev trotz der selbst auferlegten Isolation wild feierte. Dies sorgte für reichlich Unmut in der Szene.

Fußball, Italien: Mit einem Remis beim AC Mailand hat Atalanta Bergamo eine vorzeitige Meisterparty von Tabellenführer Juventus Turin auf der Couch gerade noch verhindert. Der Fußballclub des deutschen Profis Robin Gosens erkämpfte bei den Rossoneri am Freitagabend ein 1:1 (1:1) und verkürzte damit den Rückstand auf Serienmeister Juve auf fünf Punkte. Hakan Calhanoglu hatte die Gastgeber in der 14. Minute im San-Siro-Stadion in Führung gebracht; Duvan Zapata glich noch vor der Pause aus (34.). Nur wenn Atalanta verloren und am Samstag auch der Tabellendritte Inter Mailand (7 Punkte hinter Juve) beim CFC Genua gepatzt hätte, dann hätte Turin den 36. Scudetto vorzeitig feiern können. In jedem Fall gewinnt die Mannschaft von Trainer Maurizio Sarri ihren neunten Titel in Serie mit einem Sieg am Sonntagabend gegen Sampdoria Genua. Juventus Turin musste die bereits am Donnerstagabend mögliche Meisterfeier nach einem 1:2 (1:0) bei Udinese Calcio noch verschieben. Dafür hätte das Team von Superstar Cristiano Ronaldo gewinnen müssen. Das italienische Pokalfinale hatte Turin Mitte Juni gegen den SSC Neapel im Elfmeterschießen verloren.

Fußball, Frankreich: Rekordsieger Paris Saint-Germain hat zum 13. Mal den französischen Fußballpokal gewonnen. Das Team von Trainer Thomas Tuchel setzte sich am Freitagabend in einem hitzigen Finale am Ende verdient mit 1:0 (1:0) gegen AS St. Etienne durch. Vor rund 5000 Zuschauern im Pariser Stade de France, unter ihnen Staatschef Emmanuel Macron, erzielte der Brasilianer Neymar in der 14. Minute den entscheidenden Treffer für PSG, das nach der Roten Karte gegen St. Etiennes Kapitän Loic Perrin mehr als eine Stunde in Überzahl spielte. Den ersten von nunmehr 13 Pokalsiegen hatte Paris Saint-Germain 1982 gefeiert. In der turbulenten Partie gab es schon vor der Pause sieben Gelbe Karten. Perrin sah nach einem rüden Foul an Kylian Mbappé Rot (31.), der PSG-Torjäger musste wenig später wegen der schmerzhaften Verletzung ausgewechselt werden. Zum Ende der zweiten Halbzeit humpelte der 21-Jährige an Krücken und einer dicken Bandage am rechten Fuß ins Stadion zurück.

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