Süddeutsche Zeitung

Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung:Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Nico Schulz

Die Behörde wirft dem ehemaligen Nationalspieler gefährliche Körperverletzung vor, Geschädigte soll seine Ex-Freundin sein. Schulz' Anwältin sieht keine ausreichenden Belege und verweist auf die Unschuldsvermutung.

Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat Anklage gegen den ehemaligen Fußball-Nationalspieler Nico Schulz erhoben. Dem Ex-Profi von Borussia Dortmund wird gefährliche Körperverletzung in drei Fällen vorgeworfen. Geschädigte soll seine ehemalige Lebensgefährtin sein. Ein Gericht muss nun darüber entscheiden, ob Schulz der vorgeworfenen Tat hinreichend verdächtig erscheint, um das Hauptverfahren zu eröffnen. Schulz' Anwältin teilt auf SZ-Anfrage mit, dass kein Mindestbestand an Belegtatsachen für diese Verdächtigungen existieren würde. Es gelte die Unschuldsvermutung.

Die Anklage stütze sich auf drei Vorfälle im Jahr 2020. Zwei der Taten sollen sich in der Wohnung der Ex-Freundin in Berlin, eine in seiner Wohnung in Dortmund ereignet haben. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag auf SZ-Anfrage mit. Der BVB hatte im vergangenen Juli die Vertragsauflösung mit Schulz verkündet, derzeit ist er vereinslos. Der 30-Jährige spielte zwölf Partien für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft.

Bestens informiert mit SZ Plus – 4 Wochen kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/1.6312983
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
SZ/sid/SZ/schm/and
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über Süddeutsche Zeitung Content. Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an syndication@sueddeutsche.de.