Süddeutsche Zeitung

NBA-Playoffs:Mavericks verlieren entscheidendes Spiel gegen Clippers

Das Team von Maxi Kleber unterliegt im siebten Match. Roger Federer verzichtet auf das French-Open-Achtelfinale. Yannick Flohé und Afra Hönig sind deutsche Boulder-Meister.

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Basketball, NAB: Vor den Augen von Tribünengast Dirk Nowitzki hat sich das Play-off-Trauma der Dallas Mavericks in der Basketball-Profiliga NBA fortgesetzt. Zehn Jahre nach ihrem bislang einzigen Titelgewinn verloren die Texaner um Nationalspieler Maximilian Kleber das entscheidende siebte Achtelfinale bei den Los Angeles Clippers 111:126 und die Best-of-seven-Serie mit 3:4.

Dallas wartet somit weiter auf den ersten Viertelfinaleinzug seit 2011, als Nowitzki (42) das Team zur Meisterschaft geführt hatte. Dass es auch diesmal nichts wurde, lag vor allem an einer ganz schwachen Phase Ende des dritten Viertels. Die Clippers zogen mit einem 21:2-Run klar davon.

Superstar Luka Doncic war mit 46 Punkten Topscorer der Mavericks, machte davon aber allein 29 in der ersten Hälfte. "Wir haben alles gegeben", sagte Doncic. "Natürlich hasse ich es zu verlieren, wir hassen es zu verlieren. Aber ich bin stolz auf mein Team." Kleber, letzter Deutscher in den Play-offs, spielte nur 9:18 Minuten und blieb ohne Korberfolg. Bei L.A., das nun auf Utah Jazz trifft, war Kawhi Leonard mit 28 Punkten, zehn Rebounds und neun Assists kaum zu stoppen.

Eishockey, WM: Kanada hat sich etwas überraschend in Lettland zum Eishockey-Weltmeister gekürt. Der Weltranglistenerste bezwang im Endspiel von Riga am Sonntag Titelverteidiger Finnland mit 3:2 (0:1, 1:0, 1:1) nach Verlängerung und feierte nach einem historisch schwachen Turnierstart seinen 27. WM-Titel. Damit zogen die Kanadier mit dem bisherigen alleinigen Rekordchampion Russland gleich.

Maxime Comtois (25. Minute), Adam Henrique (53.) und Nick Paul (67.) mit dem entscheidenden Tor in der Overtime schossen die Kanadier zum Erfolg. Auch von drei Niederlagen zum Auftakt der WM in Lettland, darunter ein 1:3 gegen Deutschland, haben sich die Kanadier damit nicht aufhalten lassen.

Tennis, French Open: Roger Federer wird in Paris nicht zu seinem Achtelfinalmatch antreten. Dies teilte der 39 Jahre alte Schweizer am Sonntag mit, keine 24 Stunden nach seinem Erfolg über Dominik Koepfer. "Nach zwei Knieoperationen und über einem Jahr Rehabilitation ist es wichtig, dass ich auf meinen Körper höre und sicherstelle, dass ich mich auf meinem Weg der Genesung nicht zu schnell überfordere", sagte Federer laut einer Pressemitteilung. Durch den Rückzug des Schweizers steht der an Position neun gesetzte Italiener Matteo Berrettini kampflos im Viertelfinale.

Die Turnierorganisatoren von Paris bedauerten den Rückzug Federers. "Wir haben uns alle sehr gefreut, Roger wieder in Paris zu sehen, wo er drei Matches auf hohem Niveau gespielt hat. Wir wünschen ihm alles Gute für den Rest der Saison", sagte Turnierdirektor Guy Forget.

Schon unmittelbar nach seinem 7:6 (7:5), 6:7 (3:7), 7:6 (7:4), 7:5-Erfolg gegen die deutsche Nummer drei Koepfer hatte Federer einen Verzicht angedeutet. "Ich weiß nicht, ob ich spielen werde", sagte der 39-Jährige, nachdem er erst gegen 0.45 Uhr in der Nacht zu Sonntag gewonnen hatte: "Ist es zu riskant, das Knie zu großer Belastung auszusetzen? Ist es ein guter Zeitpunkt, eine Ruhepause einzulegen?"

Für Federer war es das erste Major-Turnier seit den Australian Open 2020. Anschließend hatte er sich zwei Knie-Operationen unterzogen und musste einen mühsamen Neuaufbau bewältigen. Federer hatte zudem durchblicken lassen, dass ihm die Sandplatzsaison eher zur Vorbereitung auf Wimbledon dient.

Bouldern, Deutsche Meisterschaft: Yannick Flohé und Afra Hönig haben sich bei den deutschen Meisterschaften der Sportkletterer die Titel in der Teildisziplin Bouldern gesichert. Im Rahmen der Finals siegte WM-Bronze-Gewinner Flohé im Männerfinale mit vier Tops vor dem zweimaligen Europameister Jan Hojer (zwei Tops). Hönig setzte sich bei den Frauen hauchdünn mit drei Tops und einer mehr erkletterten Zone vor Hannah Meul durch.

Am Samstag hatten bereits Franziska Ritter und Linus Bader die Titel in der Teildisziplin Speed gewonnen. Beide Disziplinen sind Teil der olympischen Kombination, die bei den Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) ihr olympisches Debüt gibt.

Fußball, EM: Mittelfeldspieler Leon Goretzka wird den EM-Auftakt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Frankreich am 15. Juni wahrscheinlich verpassen. "Er wird fürs erste Spiel wohl nicht infrage kommen", sagte Bundestrainer Joachim Löw am Sonntag. Goretzka (Bayern München) habe nach einem Muskelfaserriss im Oberschenkel "vier, fünf Wochen keine Spielpraxis" gehabt, betonte Löw. "Er wird ein bisschen reinwachsen und sich reinarbeiten. Im Moment fehlt er in der Zentrale." Das Abschlusstraining vor der EM-Generalprobe gegen Lettland (Montag, 20.45 Uhr/RTL) hatte Goretzka verpasst. Von der Genesung des 26-Jährigen hängen auch taktische Erwägungen ab. Stehen Löw im Turnierverlauf alle Spieler im bestens besetzten Mittelfeld zur Verfügung, könnte Joshua Kimmich auf die rechte Außenbahn ausweichen.

Leichathletik, Rekord: Weltmeisterin Sifan Hassan hat knapp 50 Tage vor den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) den Weltrekord über 10.000 m geknackt. Die 28 Jahre alte Niederländerin lief in Hengelo 29:06,82 Minuten und verbesserte damit die alte Bestmarke der Äthiopierin Almaz Ayana von den Spielen in Rio gleich um mehr als zehn Sekunden.

Basketball, NBA: Die Brooklyn Nets sind in der mit Spannung erwarteten Viertelfinal-Serie in den Play-offs gegen die Milwaukee Bucks in Führung gegangen. Den 115:107-Erfolg in eigener Halle im Duell zweier heißer Titelkandidaten bezahlten die Nets aber mit einer erneuten Verletzung von Topstar James Harden teuer. Harden schied bereits nach weniger als einer Minute mit einer Blessur am Oberschenkel aus. Die gleiche Verletzung hatte den 31-Jährigen bereits in der Schlussphase der regulären Saison außer Gefecht gesetzt. Gegen die Bucks war aber auf die anderen zwei Drittel des Trios Verlass: Kevin Durant (29 Punkte, 10 Rebounds) und Kyrie Irving (25 Punkte, 8 Assists) glänzten, zudem lieferte Routinier Blake Griffin (18 Punkte, 14 Rebounds) sein bislang bestes Spiel seit dem Wechsel zu den Nets im März ab. Für die Bucks waren auch 34 Punkte des zweimaligen MVP Giannis Antetokounmpo nicht genug. Spiel zwei findet in der Nacht zu Dienstag statt.

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