Süddeutsche Zeitung

Fußball:Deutsche Frauen verlieren gegen Frankreich

In Straßburg unterliegt die Frauenfußball-Nationalmannschaft mit 0:1. Die russische Tennisspielerin Pawljutschenkowa erreicht in Paris das erste Grand-Slam-Finale ihrer Karriere.

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Fußball, DFB-Frauen: Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft hat das vorletzte Länderspiel der Saison verloren. In Straßburg unterlag das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg am Donnerstag gegen Frankreich mit 0:1 (0:1). Kenzi Dali markierte vor rund 3000 Zuschauern in der 30. Minute mit einem Distanzschuss die Führung der Gastgeberinnen, wobei Torfrau Merle Frohms etwas zu weit vor ihrem Tor stand und überrascht wurde. Die stark ersatzgeschwächt angetretenen DFB-Frauen waren zwar über weite Strecken der ersten Hälfte spielbestimmend und danach zumindest gleichwertig, verbuchten aber kaum zwingende Chancen. Frankreich erarbeitete sich gute Möglichkeiten und siegte deshalb nicht unverdient.

Tennis, French Open: Die Russin Anastasia Pawljutschenkowa hat bei den French Open in Paris das erste Grand-Slam-Finale ihrer Karriere erreicht. Die 29-Jährige schlug im Halbfinale am Donnerstag Tamara Zidansek aus Slowenien mit 7:5, 6:3. Zuletzt hatte in Maria Scharapowa 2014 eine Russin in Roland Garros den Titel gewonnen. Pawljutschenkowa spielt nun gegen die Siegerin des nachfolgenden Duells zwischen der Griechin Maria Sakkari und der Tschechin Barbora Krejcikova am Samstag (15.00 Uhr/Eurosport und ServusTV) um den Titel.

Pawljutschenkowa, die Nummer 32 der Welt aus Samara, hatte auf ihrem Weg zur erstmaligen Halbfinalteilnahme unter anderem die hoch eingeschätzten Aryna Sabalenka (Nr.3) und Wiktoria Asarenka (Nr. 15) aus Belarus ausgeschaltet. Die Titelverteidigerin Iga Swiatek war im Viertelfinale an Sakkari gescheitert. Die drei deutschen Starterinnen um die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber waren allesamt in der ersten Runde ausgeschieden.

Fußball, Schweiz: Trainer David Wagner hat neun Monate nach seinem Aus bei Schalke 04 einen neuen Klub gefunden und übernimmt den Schweizer Fußball-Meister Young Boys Bern. Der Klub aus der Bundesstadt ersetzt mit dem 49 Jahre alten Deutsch-Amerikaner Erfolgscoach Gerardo Seoane, der künftig Bundesligist Bayer Leverkusen trainiert.

"Wir haben mit einigen Kandidaten Gespräche geführt und bei David Wagner sofort gemerkt, dass es passt - sowohl in Bezug auf das Fußballerische als auch auf das Menschliche", sagte YB-Sportchef Christoph Spycher: "Er ist eine sehr spannende Persönlichkeit und passt mit seiner ambitionierten und dennoch bodenständigen Art ideal in unser Profil. Seine Fachkompetenz ist beeindruckend."

Wagner, der seinen Co-Trainer Christoph Bühler mitbringt, war im September 2020 nach nur zwei Bundesliga-Spielen der Schalker Katastrophensaison in Gelsenkirchen entlassen worden. Wagner wurde zuletzt auch bei West Bromwich Albion gehandelt, seit seinem Premier-League-Aufstieg mit Huddersfield Town hat er in England einen sehr guten Ruf.

Tennis, Olympia: Yannick Hanfmann rechnet nach seinem Achtelfinal-Aus beim Rasenturnier in Stuttgart nicht mehr mit einer Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio. "Der Traum ist für mich, glaube ich, ausgeträumt", sagte der Karlsruher am Donnerstag nach seinem 6:7 (9:11), 2:6 gegen den favorisierten Franzosen Ugo Humbert. "Ich bin mir nicht ganz sicher. Aber ich glaube, mit meiner Niederlage heute hat sich das erledigt", erklärte der 29-Jährige und meinte mit Blick auf Routinier Philipp Kohlschreiber: "Hätte ich heute gewonnen, wäre ich vor dem Kohli gewesen und vierter Deutscher. Dann hätte ich eine Chance gehabt."

Topspieler Alexander Zverev sowie die beiden Davis-Cup-Spieler Jan-Lennard Struff und Dominik Koepfer als deutsche Nummer zwei und drei stehen als Kandidaten für die Olympischen vom 23. Juli bis 8. August vor ihm. "Ich bin der vierte Deutsche, aber der Kohli hat ein Protected Ranking", sagte der Weltranglisten-96. Hanfmann zum Prozedere. Ein Protected Ranking kann ein Spieler nach einer längeren Verletzungspause in Anspruch nehmen. In dieser Turnier-Woche hatten die Tennisprofis noch die Möglichkeit, sich in der Weltrangliste für die Tokio-Qualifikation zu verbessern.

DOSB, Führung: In der Krise beim Deutschen Olympischen Sportbund stellen Verbandschef Alfons Hörmann und das weitere DOSB-Präsidium kurz nach den Sommerspielen und den Paralympics in Tokio in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung die Vertrauensfrage. Diese Konsequenz aus den schweren Vorwürfen aus dem Mitarbeiterkreis gegen die Führung des Dachverbandes teilte der DOSB am Donnerstag nach dreitägigen Beratungen mit.

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