Süddeutsche Zeitung

Finale der US Open:Wawrinka triumphiert über Djokovic

  • Novak Djokovic verliert das Finale der US-Open gegen Stanislas Wawrinka 6:7 (1:7), 6:4, 7:5, 6:3.
  • Der Schweizer Wawrinka gewinnt damit sein drittes Grand-Slam-Turnier.
  • Für den Titelverteidiger und Weltranglisten-Ersten Djokovic ist es nach Wimbledon und Olympia die nächste Enttäuschung.

Der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic hat die erfolgreiche Titelverteidigung bei den US Open verpasst. Der von Boris Becker trainierte Tennisprofi aus Serbien musste sich am Sonntag im Endspiel von New York dem starken Schweizer Stan Wawrinka 6:7 (1:7), 6:4, 7:5, 6:3 geschlagen geben.

Nach fast vier höchst unterhaltsamen und zwischenzeitlich hochklassigen Stunden auf dem Center Court nutzte der Ranglisten-Dritte aus Lausanne seinen zweiten Matchball. Wawrinka feierte damit seinen dritten Titel bei einem der vier wichtigsten Turniere, nachdem er zuvor schon die Australian Open 2014 und die French Open 2015 gewonnen hatte.

Ältester Sieger seit 46 Jahren

Mit 31 Jahren und fünf Monaten ist er der älteste US-Open-Champion seit Ken Rosewall vor 46 Jahren und kam im 24. Duell mit Djokovic zum fünften Sieg.

Vor den Augen der Hollywood-Stars Leonardo di Caprio, Kevin Spacey und Michael J. Fox wirkte Djokovic im vierten Satz angeschlagen und nicht im Vollbesitz seiner Kräfte.

Beim Stand von 1:3 nahm sich der zweimalige US-Open-Sieger und zwölfmalige Grand-Slam-Champion eine medizinische Auszeit und ließ sich wegen Blasen an beiden großen Zehen behandeln. "Stan, sorry, ich konnte nicht mehr stehen", sagte Djokovic während der Pause, die zu diesem Zeitpunkt vor dem Aufschlag des Gegners eigentlich nur bei medizinischen Notfällen erlaubt ist.

Wawrinka ärgert sich über Auszeit

Wawrinka hatte den ersten Satz verloren, dann aber die Schwächen seines Gegenübers gnadenlos ausgenutzt. Immer wieder tippte sich Wawrinka mit dem Zeigefinger an die Stirn, um mentale Stärke zu signalisieren.

Die Sätze zwei und drei gewann Wawrinka. Im vierten Durchgang ärgerte er sich zwar deutlich vernehmbar über die Auszeit Djokovics, wehrte dann aber nervenstark zwei Breakbälle ab, erhöhte auf 4:1 und ließ sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen.

Für Djokovic endet das Jahr nach einem grandiosen Start mit einer weiteren Enttäuschung. Nach den Titeln bei den Australian Open und French Open war schon vom Golden Slam mit Siegen in Wimbledon, den US Open und bei Olympia die Rede.

Doch beim Rasenklassiker in Wimbledon schied er in der dritten Runde aus, bei Olympia in Rio de Janeiro war schon nach dem Auftaktmatch gegen Juan Martin del Potro Schluss.

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SZ.de/dpa/joku/ewid
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