Süddeutsche Zeitung

2. Fußball-Bundesliga:Kaiserslautern trennt sich von Franco Foda

Das Verhältnis zur Mannschaft galt als zerrüttet, nun muss der Trainer gehen: Der 1. FC Kaiserslautern hat sich nach nur fünf Spieltagen von Franco Foda getrennt. Der Klub traute ihm nicht mehr zu, den Aufstieg in die Bundesliga zu realisieren - als Nachfolger wird Bruno Labbadia gehandelt.

Die Klubführung des viermaligen deutschen Fußball-Meisters 1. FC Kaiserslautern will sich seine Aufstiegschancen nicht durch ein offenbar zerrüttetes Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft nehmen lassen: Der Zweitligist hat aus diesem Grund am Donnerstag Coach Franco Foda entlassen.

Nach Angaben des Klubs wird im Punktspiel am Montag gegen Energie Cottbus Fitnesstrainer Oliver Schäfer als Interimscoach auf der Bank sitzen. Als möglicher Foda-Nachfolger wird bereits der am Montag beim VfB Stuttgart entlassene Bruno Labbadia gehandelt.

"Der nun notwendige Schritt fällt uns sehr schwer, wir sehen aber keine andere Möglichkeit, um die negative Entwicklung zu stoppen und die Saisonziele nicht zu gefährden", sagte Klubchef Stefan Kuntz: "Wir haben nach der 0:4- Niederlage beim VfR Aalen viele intensive Gespräche geführt und die Situation analysiert. Die schon im Anschluss an die Relegationsspiele erarbeiteten Analysen und eingeleiteten Maßnahmen haben nicht die erhofften Wirkungen gezeigt."

Der 47 Jahre alte Foda, der nach Peter Pacult (Dynamo Dresden) als zweiter Trainer der laufenden Zweitliga-Saison frühzeitig gehen musste, hatte den FCK im Sommer 2012 übernommen. Das erklärte Ziel des früheren Lauterer Profis, der nach dem Bundesliga-Abstieg der´Pfälzer das Amt von 57-Tage-Coach Krassimir Balakow übernommen hatte und dessen Vertrag bis Saisonende lief, war der Aufstieg.

Im Mai scheiterten die Roten Teufel allerdings in der Relegation an 1899 Hoffenheim. Dass es innerhalb der Mannschaft zuletzt nicht mehr stimmte, zeigte das 0:4 des Topfavoriten auf den Aufstieg am Samstag in Aalen.

Nach der Pleite am 5. Spieltag gab es vonseiten der Fans zum ersten Mal "Foda-raus"-Rufe - trotz der 90 Bundesligapartien (5 Tore), die der gebürtige Mainzer zwischen 1983 und 1990 für den FCK bestritten hat. Kurz vor seinem Abschied als Profi vom Betzenberg hatte Foda gemeinsam mit Kuntz und Labbadia 1990 den DFB-Pokal gewonnen.

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