Süddeutsche Zeitung

Bikini-Verbot in Palma de Mallorca:Zieht! Euch! An!

Leicht bekleidete Urlauber haben es künftig in Palma de Mallorca schwer: Die Stadtverwaltung verhängt ein Bikini-Verbot. Es ist nicht das erste in Spanien.

Von Carolin Gasteiger

Strandurlaubern dürfte das Bild vertraut sein: Nackte Männer(bier)bäuche schieben sich an den Cafétischen vorbei, beim Bäcker bestellen Frauen mit ausladenden Dekolletés Frühstückssemmeln und dass man eine Kirche nicht in der knappen Short besuchen sollte, scheinen viele noch nie gehört zu haben.

Von diesen bisweilen eher unappetitlichen Urlauber-Szenarien hat man auf Mallorca nun genug: Die Stadtverwaltung von Palma will einem Bericht der Mallorcazeitung zufolge ein Bikini-Verbot erlassen. Wer künftig im knappen Sommer-Outfit durch Palmas Straßen schlendert, riskiert Bußgelder zwischen 100 und 200 Euro. Auch Klamotten, die gerade so die Geschlechtsteile verdecken, fallen unter das Verbot, das im Dezember verabschiedet werden soll.

Was die "Nacktheit auf öffentlichen Plätzen" betrifft, folgt die Inselhauptstadt dem Vorreiter Barcelona: Dort müssen Touristen, die in Bikini oder Boxershort durch die Stadt laufen, schon seit 2011 Strafe zahlen.

Nun also auch in Palma - und es ist nicht die erste Regelung, die dem urlaubstollen Treiben Einhalt gebieten soll: Im Juni hatte die Stadtverwaltung den nächtlichen Alkoholkonsum am Strand und den Verkauf von Alkohol in Eimern untersagt. Und wer glaubt, seine Ferien mit einem tollkühnen Sprung vom Hotelbalkon in den Pool toppen zu müssen, riskiert außer seinem Leben auch eine Geldstrafe bis zu 400 Euro.

Aber das Bikini-Verbot gilt nicht überall: Am Strandboulevard und in den Straßen in Strandnähe dürfen Passanten weiterhin Haut zeigen. So streng sehen es die Mallorquiner dann auch wieder nicht. Hauptsache, der Ort passt.

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