Süddeutsche Zeitung

Zum Ende der Legislaturperiode:Seehofer will politische Karriere beenden

Zum Ende der Legislaturperiode sei für ihn Schluss. Dann beginne ein "totales Kontrastprogramm zu dem, was ich seit 50 Jahren mache", sagt der Bundesinnenminister in einem Interview mit dem "Spiegel".

Horst Seehofer (CSU) will nach Ablauf dieser Legislaturperiode seine politische Karriere beenden. Nach der kommenden Bundestagswahl beginne für ihn ein "totales Kontrastprogramm zu dem, was ich seit 50 Jahren mache", sagte der Bundesinnenminister in einem Interview mit dem Spiegel. "Ich bin dann ein unpolitischer Mensch. Sie werden mich in keinem Aufsichtsrat finden. Sie werden mich mit der aktuellen Politik nicht locken können, auch wenn sie mich vielleicht noch so ärgert."

Zu seinem Zerwürfnis mit Angela Merkel bei der Migrationsfrage vor zwei Jahren wollte sich Seehofer nicht äußern. "Die Virologen haben einen schönen Satz: In der Krise schaut man nicht zurück", sagte er. Er werde über das Thema aber "vielleicht später einmal viel schreiben".

Seehofer saß von 1980 bis 2008 für die CSU im Deutschen Bundestag. Im Laufe seines politischen Lebens war er Gesundheitsminister (1992 bis 1998) und Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (2005 bis 2008). Seit 2018 ist der heute 70-Jährige Bundesinnenminister. Von 2008 bis 2018 war Seehofer bayerischer Ministerpräsident.

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