Süddeutsche Zeitung

Schwerin:Solar-Stromproduktion in MV: Grüne fordern Tempo bei Ausbau

Lesezeit: 1 min

Die Grünen drängen die rot-rote Landesregierung, den Ausbau der Solarenergie in Mecklenburg-Vorpommern endlich voranzutreiben. "Solarenergie kostet uns nur die...

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Schwerin (dpa/mv) - Die Grünen drängen die rot-rote Landesregierung, den Ausbau der Solarenergie in Mecklenburg-Vorpommern endlich voranzutreiben. „Solarenergie kostet uns nur die Mühe, sie einzusammeln. Wir haben durch die hohe Sonnenscheindauer besonders in der Küstenregion beste Voraussetzungen, sie viel stärker zu nutzen“, sagte der Landtagsabgeordnete Hannes Damm am Montag in Schwerin. Für die Landtagssitzung am Donnerstag kündigte er einen Antrag dazu an.

Darin wird die Landesregierung aufgefordert, bis Mitte kommenden Jahres einen Leitfaden zum Ausbau von Photovoltaik und Solarthermie vorzulegen. Zudem soll ein landesweites Solarpotenzial-Kataster erstellt werden, aus dem ersichtlich wird, ab wann sich wo eine Solaranlage auf dem eigenen Hausdach für den Hauseigentümer rechnet.

„Die Zeit der schönen Worte ist vorbei. Mecklenburg-Vorpommern hat ein großes Flächenpotenzial, das wir nutzen müssen“, sagte Damm. Im Vergleich der Bundesländer liege der Nordosten weit hinten und auch die Ausstattung der Dächer mit Solaranlagen sei unzureichend. Die Nutzung der Dächer müsse oberste Priorität haben. „Die Gebäude sind an die Infrastruktur angeschlossen und die Menschen können direkt profitieren, wenn sie den selbst erzeugten Strom nutzen“, erklärte Damm. Der Bund sorge für günstige Investitionsbedingungen, das Land müsse die organisatorischen Hürden wegräumen.

Neben der Windkraft wird der Sonne eine entscheidende Rolle bei der angestrebten Energiewende hin zu klimafreundlicher und unabhängiger Stromerzeugung beigemessen. Nach Branchenangaben verfügte Mecklenburg-Vorpommern im Vorjahr über etwa ein Prozent der bundesweit existierenden 1,8 Millionen Solaranlagen. Die installierte Leistung machte mit gut 2000 Megawatt Peak etwa vier Prozent der Gesamtleistung aus. Das lässt darauf schließen, dass vor allem Großanlagen entlang der Autobahnen Strom liefern und private Hausdächer noch vergleichsweise wenig genutzt werden.

Damm kritisierte, dass die Landesregierung ihrer Vorbildrolle nicht gerecht werde. „Ich habe kein Verständnis dafür, dass die Dächer der landeseigenen Gebäude so wenig genutzt werden“, sagte er. Früheren Angaben zufolge werden von 416 öffentlichen Gebäuden, die in Frage kämen, nur 27 für die Solarstrom-Produktion genutzt.

© dpa-infocom, dpa:220307-99-423569/3

Bestens informiert mit SZ Plus – 4 Wochen kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-220307-99-423569
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
Direkt aus dem dpa-Newskanal