Süddeutsche Zeitung

Reisewarnung:Moskau wirft Washington Jagd auf russische Bürger vor

  • Das russische Außenministerium warnt seine Bürger vor Reisen in andere Staaten: Sie könnten dort von US-Behörden verschleppt oder festgenommen werden.
  • Durch den Ukraine-Konflikt sind die Beziehungen zwischen Russland und den USA so schlecht wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr.

Offizielle Reisewarnung

Die russische Regierung warnt ihre Bürger vor Reisen ins Ausland, da sie dort von US-Behörden verschleppt oder festgenommen werden könnten. Russen seien in Drittstaaten vor amerikanischen Strafverfolgern oder Sondereinsatzkräften nicht sicher, so das Außenministerium in Moskau.

"Die amerikanischen Behörden setzen die inakzeptable Praxis fort, in der ganzen Welt Jagd auf Russen zu machen." Dabei missachteten sie das Völkerrecht und setzten andere Staaten unter Druck, heißt es in der Reisewarnung. "Washington glaubt, dass es alles tun darf, was es will, und geht dabei soweit, unsere Bürger zu entführen."

Schlechte Beziehungen wegen des Ukraine-Konflikts

Das Amt berief sich auf mehr als ein Dutzend Fälle. Damit bekräftigte die russische Führung ähnliche Reisewarnungen aus den Jahren 2014 und 2013.

Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen sind so schlecht wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. Die USA und die Europäische Union haben wegen der russischen Rolle im Ukraine-Konflikt Sanktionen verhängt. Die Regierung in Moskau hat Vorwürfe zurückgewiesen, sie unterstütze die prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine direkt.

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sz.de/Reuters/dpa/mest/kfu
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