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Flüchtlinge:Mehr als 800 genehmigte Anträge auf Chancen-Aufenthaltsrecht

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Ein Gesetz bietet gut integrierten Ausländern eine Perspektive in Deutschland. Bundesweit stellten Zehntausende einen Antrag darauf. Auch im Nordosten ist die Nachfrage groß.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Schwerin (dpa/mv) - Auf das seit vielen Monaten geltende Chancen-Aufenthaltsrecht sind in Mecklenburg-Vorpommern Hunderte Anträge genehmigt worden. Bis Ende Oktober vergangenen Jahres waren es 810 genehmigte Anträge, wie das Innenministerium in Schwerin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Rund 1250 Anträge gingen in dem Zeitraum ein.

Die Anzahl der Ablehnungen sowie die Gründe hierfür würden nicht gesondert erfasst, teilte eine Sprecherin mit. Anträge könnten zurückgenommen worden oder noch in Bearbeitung sein. Aus welchen Ländern die Menschen kommen, die einen Antrag auf dieses Aufenthaltsrecht stellten, konnte das Ministerium nicht nennen.

Das Gesetz zum Chancen-Aufenthaltsrecht trat am 31. Dezember 2022 in Kraft. Es bietet gut integrierten Ausländern, die schon mehrere Jahre ohne gesicherten Status in Deutschland leben, eine Perspektive in Deutschland. Wer zum Stichtag 31. Oktober 2022 seit mindestens fünf Jahren im Land lebt und nicht wegen einer vorsätzlichen Straftat verurteilt wurde, bekommt 18 Monate Zeit, um die Voraussetzungen für einen langfristigen Aufenthalt zu erfüllen. Dazu gehören etwa Deutschkenntnisse und die Sicherung des eigenen Lebensunterhalts.

Ausgenommen sind Straftäter und Menschen, die zu ihrer Identität wiederholt vorsätzlich falsche Angaben gemacht und dadurch ihre Abschiebung verhindert haben.

Bis Ende Oktober wurden in Deutschland laut Bundesinnenministerium rund 47 500 Anträge positiv beschieden. Wie viele Anträge abgelehnt wurden oder noch nicht entschieden waren, werde nicht erfasst. Das häufigste Herkunftsland der Menschen, deren Antrag genehmigt wurde, ist laut Ministerium der Irak mit 9434 erteilten Chancen-Aufenthaltserlaubnissen. Es folgen Russland (3906), Nigeria (3333), der Libanon (2167) und der Iran (2032). Wie sich die Anträge auf die Bundesländer verteilten, lag dem Ministerium nicht vor.

© dpa-infocom, dpa:240110-99-550646/2

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