Süddeutsche Zeitung

Bundespräsident:Gauck sorgt sich um die Sicherheit bei der EM

An den Erfolg der deutschen Nationalmannschaft bei der EM denkt der Bundespräsident nicht zuerst. Sondern vielmehr daran, "dass es Menschen gibt, die anderen Menschen Leid zufügen wollen".

Bundespräsident Joachim Gauck sorgt sich um die Sicherheit bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich. "Wenn ich an die EM denke, habe ich natürlich, wie viele Menschen in Europa, auch Sorgen. Sorgen, dass dieses friedliche Fest gestört werden könnte", sagte Gauck. "Unsere Nachbarn haben bittere Erfahrungen sammeln müssen und sind sicher auch sehr aufgeregt. Sie haben sehr viel investiert, um Sicherheit zu garantieren", sagte Gauck bei einem Termin in Bonn.

"Das ist mein erster Gedanke. Also ich denke jetzt gar nicht zuerst an den Erfolg unserer Mannschaft. Die sind Weltmeister, und da muss ich mir nicht so große Sorgen machen." Gauck denke vielmehr daran, "dass es Menschen gibt, die anderen Menschen Leid zufügen wollen. Und ich wünsche unseren französischen Nachbarn, dass alle ihre schönen Pläne auch zu einem schönen Ende führen."

Die EM in Frankreich wird angesichts der Pariser Anschläge vom November 2015 von einem enormen Polizeiaufgebot begeleitet, das die erwarteten mindestens zwei Millionen Gäste schützen soll. Darüber hinaus überschatten Streiks der Verkehrsbetriebe und der Müllarbeiter den Auftakt. Die EM wird am Freitagabend mit der Partie Frankreich gegen Rumänien angepfiffen.

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