Süddeutsche Zeitung

Türkei:Hunderte vom Wasser eingeschlossen

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In der Türkei hat es erneut heftige Überschwemmungen gegeben: In einer Ziegelbrennerei am Marmara-Meer wurden Arbeiter eingeschlossen.

In der Türkei hat es am Wochenende erneut schwere Überschwemmungen gegeben. Nahe dem Ferienort Tekirdag am Marmara-Meer wurden nach heftigen Regenfällen Hunderte Arbeiter in einer Ziegelbrennerei eingeschlossen, berichteten türkische Medien.

In dem Ort Tekirdag waren Armee, Feuerwehr und Polizei unter anderem mit Hubschraubern und Booten im Einsatz, um die mehr als 300 Menschen in der Fabrik und Anwohner umliegender Häuser zu retten. Teilweise waren die Gebäude bis zur zweiten und dritten Etage überschwemmt. Insgesamt sollen etwa 4000 Häuser betroffen sein.

Hüseyin Uzunlar, Bürgermeister der zu Tekirdag gehörenden Gemeinde Kumbag, sagte zum Ausmaß der Überschwemmungen: "Wenn wir keine staatliche Hilfe erhalten, können wir diesen finanziellen Schaden nicht beheben."

Der Ort liegt rund 100 Kilometer westlich von Istanbul. Auch in der Metropole standen Dutzende Häuser unter Wasser. Tote oder Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen nicht. In Çatalca wurde am Wochenende die Leiche eines seit den Unwettern vom Wochenanfang vermissten 65-Jährigen geborgen. Die Zahl der Opfer stieg damit auf mindestens 33. Noch immer werden Menschen vermisst.

Im Umkreis von Istanbul war vor allem der Badeort Kilyos am Schwarzen Meer von den neuen Unwettern betroffen. Ein Fluss trat über die Ufer, die Fluten schwappten in rund 70 Häuser. Die Behörden hatten den Anwohnern bereits zuvor geraten, ihre Wohnungen zu verlassen und in Notunterkünfte auszuweichen.

Bei schweren Unwettern in Griechenland wurde ein 40-Jähriger getötet, dessen Auto von den Wassermassen erfasst worden war. Die Fluten richteten vor allem im Süden der Insel Euböa Schäden in Millionenhöhe an. Campingplätze und Hunderte Häuser standen unter Wasser.

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dpa/cag/bica
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