Süddeutsche Zeitung

Leute des Tages:"Sag's keinem, dass ich da bin"

Boris Becker und Steffi Graf haben sich hinterm Baum versteckt, Alexander Zickler hat den Rasen ruiniert, und James Bond hat noch keinen Nachfolger - geschweige denn eine Nachfolgerin.

Boris Becker und Steffi Graf, 52 und 51, ehemalige Tennisprofis, haben sich hinter einem Baum getroffen. Bei einer Fragestunde in Dessau erzählte Becker von seiner bislang letzten Unterhaltung mit Graf Anfang des Jahres während der Australian Open in Melbourne. Seine einstige Kollegin habe sich eine Mütze aufgesetzt gehabt, um nicht erkannt zu werden. Doch er habe sie gesehen und angesprochen. "Sag's keinem, dass ich da bin", habe sie gebeten. Dann hätten sie sich hinter einem Baum versteckt und fünf bis zehn Minuten geplaudert.

Alexander Zickler, 46, Co-Trainer von Borussia Mönchengladbach, arbeitet nebenher als Greenkeeper. In der WG mit Cheftrainer Marco Rose, 44, sei er außer für Einkäufe auch für die Rasenpflege im Garten zuständig, sagte Zickler in einem Interview mit dem Sport-Portal Spox. "Leider habe ich den Rasen im Sommer aber etwas vernachlässigt. Weil es so heiß war und ich nicht regelmäßig gegossen habe, ist er komplett verbrannt." Mitbewohner Rose habe ihn dafür "völlig zu Recht hart kritisiert".

Barbara Broccoli, 60, James-Bond-Produzentin, denkt "nur an Daniel". Die US-Amerikanerin dementierte Gerüchte, der Nachfolger für Daniel Craig in der Rolle des Agenten 007 stehe bereits fest. "Ich sage immer, man kann nur eine Person zur gleichen Zeit lieben", sagte Broccoli dem britischen Magazin Total Film. Erst wenn der neue Film "No Time To Die" draußen sei, werde sie sich mit der Zukunft beschäftigen. Broccoli stellte auch klar, dass die Rolle nicht mit einer Frau besetzt wird. "Wir sollten neue Rollen für Frauen schaffen, anstatt einfach einen Mann in eine Frau umzuwandeln."

Jürgen Drews, 75, Schlagersänger, hält sich für ersetzbar. In einem Interview in der Zeitschrift Gala sagte er auf die Frage, was der Schlagerwelt ohne Jürgen Drews fehlen würde: "Nix. Niemand ist unersetzlich, auch ich nicht." Er sage nicht, dass sein neues Album sein letztes sei, "aber wenn es so kommen sollte, ist das auch okay".

Cornelia Funke, 61, Bestsellerautorin, denkt ans Auswandern beziehungsweise ans Zurückwandern. Sie habe "das traurige Gefühl, dass mir der amerikanische Traum abhanden kommt", sagte die Schriftstellerin, die seit 15 Jahren in Kalifornien lebt, dem Spiegel."Die Frage ist: Wann ist es Zeit zu gehen?" Präsident Trump habe "all das Hässliche herausgelockt, was wir für besiegt und vergessen hielten".

Marcus Rashford, 22, englischer Profifußballer, hat einen Geburtstagswunsch erfüllt. Ein fünf Jahre alter Fan namens Mario hatte auf seinen Wunschzettel für den sechsten Geburtstag in krakeliger Kinderschrift zwei Dinge aufgeschrieben, erstens: einen Hund. Und zweitens: Rashford zum Freund. Marios Mutter teilte die Liste auf Twitter, woraufhin der Stürmer von Manchester United zurückschrieb: "Das ist so süß. Wünsch ihm Happy Birthday von mir und sag ihm, das kommt von einem Freund."

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