Süddeutsche Zeitung

Starnberger See:Haushalte müssen Wasser sparen

Weil in Berg die Pumpe eines Brunnens ausfällt, appelliert Rathaus-Chef Rupert Steigenberger an die Bürger. Sonst sitzen sie am Wochenende auf dem Trockenen.

Von David Costanzo

Die Menschen müssen Wasser sparen, sonst sitzen sie am Wochenende im schlimmsten Fall auf dem Trockenen. Bergs Bürgermeister Rupert Steigenberger appelliert eindringlich an die Bürger, in den kommenden Tagen ihren Verbrauch "so gut wie möglich" zu drosseln - etwa darauf zu verzichten, ausgerechnet am Wochenende die Schwimmbäder volllaufen zu lassen, Autos zu waschen oder besonderes durstige Gewächse zu pflanzen. Denn in einem der beiden Trinkwasserbrunnen der Gemeinde ist die Pumpe kaputtgegangen. Der Bürgermeister rechnet damit, dass es dort erst am Mittwoch wieder heißen kann: Wasser marsch!

Bereits vergangenen Samstag habe die Pumpe am Brunnen Pfaffental Probleme bereitet, am Dienstag sei sie endgültig ausgefallen, berichtet Steigenberger. Zwar hatte die Gemeinde ein Ersatzteil auf Lager, das am Freitag eingebaut werden konnte. Doch nun muss in der Elektrik auch noch der so genannte Frequenzwandler getauscht werden, was für Montag geplant ist. Doch damit nicht genug Probleme: Wenn in Wasserleitungen eingegriffen wird, muss anschließend die Qualität überprüft werden. Eine entsprechende Probe erwartet der Bürgermeister am Mittwoch aus dem Labor zurück.

Die Bewohner Bergs spürten noch keinen Mangel, wenn sie den Hahn aufdrehten, sagt Steigenberger. Denn die Gemeinde habe den Notbrunnen in Höhenrain hochgefahren, der den ausgefallenen Brunnen aber zusammen mit dem in Harkirchen nicht ersetzen könne. Steigenbergers Sorge: Der Pegel in Harkirchen könnte sinken, weil viel mehr als sonst gefördert werde, die Hochbehälter könnten am Wochenende leerlaufen. Der Wasserwart der Gemeinde sei Tag und Nacht damit beschäftigt, die Schieber für die unterschiedlichen Leitungen auf- und abzudrehen. Im Notfall - auch daran hat der Bürgermeister schon gedacht - müssten sich die Menschen aus Tankwagen versorgen. Aber so eine Krise sei noch in weiter Ferne.

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Quelle:
SZ vom 17.04.2021
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