Süddeutsche Zeitung

Erzbistum München:"Gott suchen und finden"

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Kardinal Reinhard Marx erklärt den zahlreichen Gratulanten zu seinem 70. Geburtstag, was ihn in seinem Leben angetrieben hat. Gefeiert wird bei einem Gottesdienst im Liebfrauendom, auf dem Domvorplatz und im Augustiner-Stammhaus.

Auf zünftig-bayerische Art hat der Münchner Kardinal Reinhard Marx seinen 70. Geburtstag begangen. Beim Gottesdienst am Samstagabend im Liebfrauendom erklang auf seinen Wunsch Musik von Bach und Mozart, auf dem Domvorplatz und im Augustiner-Stammhaus wurde im Anschluss mit Blasmusik, Bier und Brezen weitergefeiert. Eine Ehrenformation von acht Gebirgsschützen feuerte aus Karabinern drei ohrenbetäubende Salven in die Luft. Dann wurde die Bayernhymne angestimmt.

An der Feier nahmen Landtagspräsidentin Ilse Aigner und drei Kabinettsmitglieder der Staatsregierung teil (alle CSU), der Apostolische Nuntius in der Bundesrepublik Deutschland, Erzbischof Nikola Eterović, und Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Außerdem feierten der Chef des Hauses Wittelsbach, Herzog Franz, und sein designierter Nachfolger Prinz Ludwig mit. Neben den beiden Adligen saßen in der ersten Reihe im Dom die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, und der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose.

In seiner Festpredigt bezeichnete Marx "Gott suchen und finden" als einen roten Faden in seinem Leben. Unerlässlich sei ein ehrlicher Blick auf die "dunklen Seiten im Leben, auch in der Kirche", sagte er dabei auch laut einer Mitteilung des Erzbistums München. Aber es brauche auch das öffentliche Zeichen der Hoffnung, und es sei wichtig, dass das Ja-Wort Gottes zum Leben gefeiert werde. "In diesem Vertrauen gehe ich auch weiter mit Ihnen zusammen als Bischof in diesem Erzbistum und da, wo ich eine Aufgabe bekomme und ich für die Menschen und die Kirche wirken kann," erklärte der Kardinal.

Reinhard Marx wurde am 21. September 1953 im westfälischen Geseke geboren und studierte Theologie und Philosophie in Paderborn, Paris, Münster und Bochum. 1989 wurde er zum Doktor der Theologie promoviert. Er ist Autor zahlreicher Bücher, zuletzt erschien 2020 sein Werk "Freiheit". 1979 wurde Marx in Paderborn zum Priester, 1996 zum Bischof geweiht. Nach seiner Tätigkeit als Weihbischof im Erzbistum Paderborn wurde er am 20. Dezember 2001 zum Bischof von Trier ernannt und am 1. April 2002 in sein Amt eingeführt. Seit 2. Februar 2008 ist Marx Erzbischof von München und Freising. Von 2014 bis 2020 war Kardinal Marx Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.

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