Süddeutsche Zeitung

Zwischennutzungen:Agentur für Einspringer

Die Stadt soll Künstlern und Kulturschaffenden dabei helfen, vorübergehend Räume zu nutzen, fordern Grüne und SPD im Rathaus.

Von Franz Kotteder

Die Stadt will eine eigene Agentur einrichten, die Kulturschaffenden vorübergehend Räume vermittelt. Das beantragen jetzt die Stadtratsfraktionen der Grünen und der SPD. Die beiden Bündnispartner im Rathaus wollen damit die Raumnot für Künstler und andere im Kulturbereich Tätige ein wenig lindern. "Ziel einer solchen Zwischennutzungsagentur soll es sein", so heißt es im Antrag, "Gebäude, die saniert, umgebaut oder umgenutzt werden, auf deren Möglichkeiten für eine kulturelle beziehungsweise künstlerische Zwischennutzung auf Zeit zu überprüfen".

Die Nachfrage nach solchen Räumen sei unverändert groß, heißt es zur Begründung, das hätten die vorübergehende Nutzung des Gesundheitshauses an der Dachauer Straße und anderer städtischer Räume gezeigt. Oft bestehe auch die Möglichkeit, private Gebäude, die umgebaut oder abgerissen werden, zu nutzen, bis sämtliche Genehmigungen für einen Um- oder Neubau da seien. Künstlern und Kulturschaffenden fehle allerdings oft das nötige Knowhow, um sämtliche Genehmigungen für eine Zwischennutzung schnell und unkompliziert einzuholen - Brandschutz- und Statiknachweise zum Beispiel. Hier soll die neue Zwischennutzungsagentur künftig helfen; sie soll bei der bestehenden Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung (MGS) angesiedelt werden.

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