Süddeutsche Zeitung

Reaktionen auf russischen Angriff:Ukraine-Demo statt politischer Aschermittwoch

Tausende Münchnerinnen und Münchner werden am Mittwoch zu einer überparteilichen Großkundgebung auf dem Königsplatz erwartet. Auch für den Dienstagabend ist eine Kundgebung geplant.

Von Martin Bernstein

Knapp 1000 Studentinnen und Studenten haben am Montagabend auf dem Geschwister-Scholl-Platz vor der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität gegen Putins Krieg protestiert. Sie forderten Solidarität mit der Ukraine und mit der russischen Demokratiebewegung. Wie schon bei den Kundgebungen am Wochenende, an denen sich in München mehr als 11 000 Menschen beteiligten, blieb laut Polizei alles friedlich. Für die Demonstranten auf den Friedenskundgebungen hatte ein Polizeisprecher viel Lob: "Wenn alle Versammlungen so laufen würden - das wäre schön." Auch am Dienstagabend wollten Hunderte am Friedensengel demonstrieren - und damit in Sichtweite des russischen Generalkonsulats.

Zu einer überparteilichen Kundgebung gegen den Ukraine-Krieg am Mittwochabend um 18 Uhr auf dem Münchner Königsplatz werden Tausende erwartet. Statt der inzwischen abgesagten politischen Aschermittwoch-Veranstaltungen "soll nun ein gemeinsames und geschlossenes Zeichen für Frieden, Zusammenhalt und Solidarität mit der Ukraine gesetzt werden", heißt es in einer Erklärung der SPD.

Sprechen wird unter anderen Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU). Zugesagt haben auch der ukrainische Generalkonsul Yuriy Yarmilko, Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), Vertreter von FDP, Grünen, Linken und ÖDP sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund.

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