Süddeutsche Zeitung

Aus im Januar:Münchens ältester Saturn-Markt schließt

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34 Jahre lang war das Elektrogeschäft auf der Schwanthalerhöhe, nun hat der Vermieter andere Pläne für die Immobilie. 46 Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen.

Von Sarah Schmidt

Nach 34 Jahren wird der älteste Saturn-Markt in München schließen müssen. Das Elektrogeschäft an der Theresienwiese muss bereits Anfang 2021 seine Regale räumen. Das hat eine Pressesprecherin des Unternehmens am Donnerstag bestätigt. Grund für die Schließung sind ihr zufolge neue Pläne des Vermieters, der Bayerischen Hausbau, mit denen Saturn nicht einverstanden gewesen sei. Hausbau-Sprecher Christian Huber sagte: "Wir hätten Saturn gerne als Mieter behalten." Allerdings hätten sich beide Parteien nicht über die weitere Nutzung der Flächen an der Schwanthalerstraße 15 einigen können. Dass der Mietvertrag nun im Januar ausläuft, sei in "beiderseitigem Einvernehmen" beschlossen worden.

Der letzte Verkaufstag wird voraussichtlich der 16. Januar 2021 sein. Das gibt die Sprecherin von Saturn bekannt. "Es konnte keine Lösung mit dem Vermieter gefunden werden, die für uns eine sinnvolle wirtschaftliche Fortführungsperspektive bedeutet hätte", bestätigt sie. "Wir bedauern diesen Umstand sehr." Von der Schließung seien 46 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie sieben Azubis betroffen. Saturn will sie bei der Suche nach einer neuen Stelle im Unternehmen unterstützen.

Die Bayerische Hausbau will laut Sprecher die Schwanthalerhöhe "als einen attraktiven Stadtteil" weiter voranbringen, weshalb neben einem neuen Konzept für das Saturn-Areal auch weitere Projekte anstünden. "Neben dem bereits 2019 gemeinsam eröffneten Forum Schwanthalerhöhe mit der Hanseatischen Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft werden wir Wohnungen in der Schwanthalerstraße 113 sanieren und ein modernes Bürogebäude in der Gollierstraße 4 entwickeln", erklärt Christian Huber.

Das ehemalige Hacker-Pschorr-Bräuhaus nahe dem Oktoberfest-Gelände wurde bereits abgerissen. Dort soll ein moderner Gebäudekomplex entstehen, welcher auch Teil des Konzeptes des Bauunternehmens ist. Was genau mit dem von Januar an leer stehenden Saturn-Areal geschieht, stehe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Auch weitere Geschäfte in der umliegenden Umgebung müssten, so Huber, keine Schließung befürchten. "Aufgrund der veränderten Mietsituation stehen zwar verschiedene Baumaßnahmen an, diese beschränken sich jedoch ausschließlich auf den bisher durch Saturn angemieteten Gewerbesockel in der Schwanthalerstraße 115."

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SZ vom 09.10.2020/syn
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