Süddeutsche Zeitung

EM-Pokal in München:La Ola, noch ohne Stadion

EM-Pokal für einen Tag: Die Trophäe stattet dem Austragungsort München einen Kurzbesuch ab.

Alle wollen ihn haben, hoch in die Luft stemmen, in pandemiefreien Zeiten auch leidenschaftlich abknutschen, diesen Pott aus Sterlingsilber. Der reine Materialwert des Silbers betrug bei der Herstellung des Siegerpokals der Fußball-Europameisterschaft übrigens rund 3000 US-Dollar, die Juwelierfirma berechnete der Uefa damals schlappe 15 400 Euro - aber in Wahrheit ist er natürlich unbezahlbar. Und jetzt hat er München schon mal einen Kurzbesuch abgestattet: "Mit dem Eintreffen des Henri-Delaunay-Pokals wird die Fußball-Europameisterschaft am Spielort München eingeläutet", verkündete die Stadt am Freitag stolz.

Als eine von elf "Host Cities" der Euro 2020, die wegen Corona auf dieses Jahr verschoben worden war, durfte München die Trophäe für einen Tag präsentieren und an bekannten Orten der Stadt fotografieren - an der Eisbachwelle, am Siegestor, am Königsplatz und an vielen anderen Stellen. Benannt wurde der Pokal 1960 nach dem Uefa-Generalsekretär Henri Delaunay, das Original wird allerdings nicht mehr verliehen, seit 2008 gib es einen neuen Pokal, der aber fast genauso wie der alte aussieht. Die Euro findet vom 11. Juni bis 11. Juli statt. In München finden die drei Vorrundenspiele der deutschen Nationalmannschaft statt gegen Weltmeister Frankreich (15. Juni), Europameister Portugal (19. Juni) und gegen Ungarn (23. Juni). Dazu wird am 2. Juli ein Viertelfinale in der Landeshauptstadt ausgespielt.

Vor wie vielen Zuschauern die Spiele stattfinden können, ist aber noch unklar.

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SZ vom 29.05.2021 / tbs
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