Süddeutsche Zeitung

Unfall bei Neubiberg:S-Bahn rammt Auto auf Bahnübergang

Die Fahrerin hatte die heruntergelassene Schranke missachtet. Anschließend flüchtet die betrunkene 53-Jährige.

Eine betrunkene Autofahrerin ist in der Nacht auf Mittwoch in Neubiberg mit ihrem Auto von einer S-Bahn erfasst worden. Anschließend kletterte sie leicht verletzt aus ihrem demolierten Auto und flüchtete zu Fuß. Wie die Münchner Polizei berichtet, war die 53-Jährige aus dem Landkreis München gegen 0.40 Uhr von der Kaiserstraße auf den Bahnübergang gefahren, obwohl sie dazu die geschlossenen Halbschranken umfahren musste. Der Zugführer bremste die herannahende S-Bahn noch ab, konnte eine Kollision aber nicht verhindern.

Das Auto wurde von dem Zug aus dem Gleisbereich geschoben und stark beschädigt. Die 53-Jährige schaffte es auszusteigen und verschwand. Die Polizei suchte mit mehreren Streifen nach ihr und fand sie schließlich mit leichten Verletzungen in der Nähe. Die Frau wurde mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Ein Alkoholtest ergab, dass sie betrunken war.

Die S-Bahnstrecke war zeitweise gesperrt, es kam zu Behinderungen vor allem auf der direkt betroffenen Linie S 7. Die Unfallverursacherin muss sich nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs infolge von Alkohol und unerlaubten Entfernens vom Unfallort verantworten. Erst am Montag war in Grafing eine 72 Jahre alte Autofahrerin mit einer S-Bahn kollidiert, weil sie ebenfalls die geschlossene Halbschranke umfahren hatte. Die Bundespolizei warnt angesichts der beiden Unfälle dringend vor so einem Verhalten.

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Quelle:
SZ vom 26.11.2020 / wkr/lb/van
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