Süddeutsche Zeitung

Landkreis Freising:Zwei Tote bei Flugzeugabsturz in Moosburg

Die beiden Männer im Cockpit starben noch an der Unfallstelle. Die Bergungsarbeiten in dem unwegsamen Gelände gestalteten sich äußerst schwierig.

Von Alexandra Vettori, Moosburg

Ein Sportflugzeug mit zwei Insassen ist am Samstagmittag nahe der Anlage des Moosburger Fliegerclubs abgestürzt. Die beiden Männer im Cockpit starben noch an der Unfallstelle. Gestartet war die Maschine in der Nähe von Dortmund. Die Absturzursache ist bisher unklar. Als gegen Samstagmittag die Meldung des Absturzes einging, rückten zwei Hubschrauber und rund 100 Hilfskräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk an.

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich jedoch äußerst schwierig, da das Kleinflugzeug gut 150 Meter hinter der Landebahn in einem unwegsamen Waldstück abgestürzt war. Um zu der Unglücksstelle zu gelangen, mussten die Helfer erst mit schwerem Gerät eine Schneise in den Wald schlagen. Wie die Polizei mitteilte, habe der Pilot zum Tanken zwischenlanden wollen, die Landung dann aber wegen Problemen abgebrochen und sei durchgestartet. Kurz darauf stürzte die Maschine in einem Wald ab. Als die Rettungskräfte endlich die Absturzstelle erreichten, bot sich ihnen der Anblick eines völlig zerstörten Flugzeugwracks, die beiden Insassen waren eingeklemmt. Der Fluggast war bereits tot, und auch der Pilot konnte nicht mehr reanimiert werden, sondern starb kurze Zeit später.

Inzwischen hat die Kriminalpolizei Erding die Ermittlungen übernommen. Sie wird dabei von Sachverständigen der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung unterstützt. Bislang gibt es jedoch noch keine Erkenntnisse darüber, warum die Maschine abgestürzt ist. Gestartet ist das Sportflugzeug bei Dortmund, in Moosburg sollte zum Tanken ein Stopp eingelegt werden.

Aufgrund des guten Wetters waren zum Zeitpunkt des Unglücks viele Radfahrer und Spaziergänger in und um Moosburg unterwegs. Zeugen, die kurz vor oder während des Absturzes Fotos oder Videos von dem Flugzeug angefertigt haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08122/9680 bei der Kripo Erding zu melden.

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Quelle:
SZ vom 21.09.2020 / av
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