Süddeutsche Zeitung

Feuerwehr im Dauereinsatz:Viele Autounfälle im Landkreis Ebersberg

Blitzeis und Schnee machen die Straßen in der Region zu Rutschbahnen. Es kommt zu Sperrungen und Staus - doch die Polizei hat auch eine gute Nachricht.

Seit Mittwoch sind die Straßen im Landkreis Ebersberg regelrechte Rutschbahnen. Wie fast überall im Großraum München hatten die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr bis Donnerstagnachmittag eine Menge Arbeit. Wegen erheblichen Schneefalls, Regen und Blitzeis kam es zu mehreren Autounfällen - Straßensperrungen und Staus waren die Folge. Die gute Nachricht der Polizeidienststellen Ebersberg und Poing: Verletzt wurde trotz zahlreicher Verkehrsunfälle im Landkreis Ebersberg niemand.

Der komplizierteste Einsatz ereignete sich am Mittwochnachmittag auf der B 12 zwischen der Autobahnausfahrt von der A 94 und Forstinning. Um 15.01 Uhr wurde die Polizei Ebersberg wegen eines Unfalls auf Höhe der Siedlung Neumühlhausen alarmiert. Wie Gerhard Freudenthaler, stellvertretender Leiter der Ebersberger Dienstelle am Donnerstag auf Nachfrage mitteilte war ein 40-Tonner von der spiegelglatten Straße gerutscht und im Graben gelandet. "Der Fahrer hat den Lkw alleine nicht mehr herausbekommen", so Freudenthaler, weswegen es zu einem längeren Feuerwehreinsatz kam. Laut Polizei war die B 12 für etwa zwei Stunden gesperrt. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Staus und Verspätungen mussten auch die Autofahrer auf der B 304 in Kauf nehmen. Dort war am Donnerstagmorgen ein Autofahrer bei Straßenglätte gegen eine Hausmauer gerutscht. Polizei und Feuerwehr wurden um 8.59 Uhr zur Unfallstelle gerufen, der Einsatz dauerte bis 12.13 Uhr, es kam zu Verkehrsbehinderungen auf beiden Straßenseiten. Bereits vor dem offiziellen Ende der Aufräumarbeiten war die Straße wieder für den Verkehr frei - auch hier hatte der Fahrzeugführer Glück im Unglück, es kam zwar zu einem Blechschaden, verletzt wurde niemand. Großes Glück hatte ein Autofahrer, der am Donnerstagfrüh um kurz vor acht Uhr von Ebersberg in Richtung Forstinning fuhr. Auf eisiger Fahrbahn geriet das Auto außer Kontrolle und fuhr gegen einen Baum. Dennoch, so die Polizei Ebersberg, wurde bei dem Unfall niemand verletzt.

Eine Anhäufung auffällig vieler Unfälle gab es im Bereich der Polizeidienststelle Poing. Allein von Mittwochfrüh, 7 Uhr, bis Donnerstagfrüh, 7 Uhr, ereigneten sich dort 15 Verkehrsunfälle. Poings stellvertretender Polizeichef Manfred Winter führt die erhöhte Unfallquote auf "die erschwerten Bedingungen durch das Glatteis" zurück, wie er am Donnerstagnachmittag telefonisch erklärt. So kam es wegen Glatteis zu mehreren Unfällen an Kreisverkehren, etwa in Pöring, Markt Schwaben und Grub - oder an Kreuzungen wie in Anzing.

Verletzt wurde auch im Bereich der Poinger Polizei niemand. Laut Winter kam es weder zu Sperrungen noch zu größeren Verkehrsbehinderungen. Bei verbesserter Wetterlage am Donnerstag zwischen 7 und 16 Uhr wurden im Bereich der Polizei Poing noch drei Unfälle aufgenommen - ohne Verletzte.

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Quelle:
SZ vom 04.01.2019
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