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Fotografie:Ukrainischer Fotograf: Mit Ausstellungen Heimat unterstützen

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Dassel/Wolfsburg (dpa) - Mit Ausstellungen in Deutschland will der nach Südniedersachsen geflüchtete Fotograf Wladimir Ogloblin die Menschen in seiner Heimat Ukraine unterstützen. Nach dem Angriff Russlands vor fast einem Jahr sei sein erster Impuls gewesen, sich der Verteidigung der Ukraine anzuschließen, sagte der 68-Jährige. Wegen seines hohen Alters sei es aber besser, auf andere Weise für sein Land zu kämpfen - indem er den Menschen in Deutschland die Situation nahebringe. Ogloblins Ausstellung „Charkiw“ im Hoffmann-von-Fallersleben-Museum wurde vor kurzem wegen des großen Besucherinteresses bis zum 12. März verlängert, wie ein Sprecher der Stadt Wolfsburg mitteilte.

Ogloblins Bilder seiner Heimatstadt Charkiw aus Friedenszeiten werden in der Wolfsburger Schau kombiniert mit Fotografien seiner Kollegin Elena Dolzhenko, die die Zerstörung der Millionenmetropole und das Leid der Menschen dokumentiert hat. Die Aufmerksamkeit in Europa sei geringer geworden, dabei habe sich fast nichts geändert, sagte die ukrainische Fotografin, die zwischen ihrer Heimat und Deutschland pendelt. Ogloblin lebt derzeit in der Nähe von Dassel (Landkreis Northeim) - der hier ansässige Papierhersteller Hahnemühle unterstützt den Fotografen bei der Realisierung seiner Ausstellungen.

Noch bis zum 2. Februar gastiert eine andere Schau des Fotografen mit dem Titel „Von Horizont zu Horizont“ in der Marienkirche in Aerzen bei Hameln. Präsentiert werden Landschaftsaufnahmen aus der Ukraine und Porträts von Menschen vor dem Krieg, ergänzt durch Aufnahmen aus der Solling-Vogler-Region. „Ich habe hier sehr schöne Landschaften gefunden“, sagte der 68-Jährige.

Am 10. Februar wird eine weitere Ausstellung im Holbornschen Haus in Göttingen eröffnet, Schirmherrin ist nach Angaben der Stadt Göttingen Kulturdezernentin Anja Krause.

© dpa-infocom, dpa:230117-99-245752/3

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