Süddeutsche Zeitung

Umweltverschmutzung:Globaler Pakt soll Export von Plastikmüll transparenter machen

Reiche Staaten wie Deutschland entsorgen ihren Abfall nach Südostasien. Dort verschmutzt der Plastikmüll die Natur. Ein internationales Abkommen soll die Lage verbessern - die Vereinten Nationen feiern es als "historisch".

Viele Länder haben sich auf einen besseren Umgang mit Plastikmüll geeinigt. Rolph Payet vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen sagte, das Rahmenabkommen sei "historisch in dem Sinne, dass es rechtlich bindend" sei. "Es wird ein transparentes und zurückverfolgbares System für Export und Import von Plastikmüll geben."

Weggeworfenes Plastik verschmutzt unberührte Natur, schwimmt massenhaft in den Ozeanen und Tiere verheddern sich darin und sterben oft daran. "Es sendet ein sehr starkes politisches Signal an den Rest der Welt - an den privaten Sektor, an den Konsumentenmarkt - dass wir etwas tun müssen", sagte Payet über das Abkommen. "Länder haben entschieden, etwas zu tun, das zu wirklichem Handeln vor Ort führen wird."

Die Vereinbarung, Tausende Arten von Plastikmüll nachzuverfolgen, kam am Ende eines zweiwöchigen, von den UN unterstützen Treffens zu Plastikmüll und giftigen und gefährlichen Chemikalien. Sie stehe im Zusammenhang mit dem von den UN unterstützten Baseler Übereinkommen zu Abfällen, sagte Payet. Die Länder müssten ihre eigenen Möglichkeiten finden, die Vereinbarung einzuhalten.

Bestens informiert mit SZ Plus – 4 Wochen kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/1.4442412
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
SZ.de/AP
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über Süddeutsche Zeitung Content. Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an syndication@sueddeutsche.de.