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Landkreis Harz:Strom im Harz am Montag erneut ausgefallen

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Tausende Haushalte im Harz waren in der Nacht von Sonntag auf Montag ohne Strom. Auch am Montag kam es tagsüber teilweise zu Ausfällen. Was ist das Problem?

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Halberstadt (dpa/sa) - Nach einem großflächigen Stromausfall in der Nacht ist es im Landkreis Harz am Montagvormittag erneut zu Ausfällen in der Region gekommen. Am Vormittag war nach Angaben des Netzbetreibers Avacon in Halberstadt und Blankenburg erneut der Strom weg.

Bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag waren für mehrere Stunden die Städte Halberstadt, Blankenburg, Teile von Wernigerode und mehrere Gemeinden ohne Strom gewesen. Zehntausende Haushalte waren betroffen.

Man habe zwischenzeitlich wieder versorgt, sagte eine Sprecherin von Avacon. Man könne jedoch aktuell nicht ausschließen, dass es aufgrund der extremen Wettersituation weitere Ausfälle gebe. „Wir versuchen, die Ausfälle so gering wie möglich zu halten.“

Grund für die erneuten Ausfälle in Halberstadt und Blankenburg „ist nach wie vor das Eis auf den Leiterseilen. Durch das höhere Gewicht und den Wind können die Leiterseile verstärkt schwingen, was zu Kurzschlüssen führt“, teilte der Netzbetreiber mit.

Eisregen hat zu Beschädigungen im Stromnetz geführt. Wie der Landkreis Harz am Montag mitteilte, verursachte ein witterungsbedingter Riss einer Leitung vor dem Umspannwerk in Hüttenrode am Sonntag kurz nach 22.00 Uhr den großflächigen Stromausfall. Der Strom war mehrere Stunden weg. Den Angaben zufolge mussten weder Krankenhäuser noch Pflegeheime wegen des Stromausfalls evakuiert werden. Landrat Thomas Balcerowski drängte dennoch auf die Anschaffung von Notstromaggregaten, um für künftige Stromausfälle gewappnet zu sein.

Das Harzklinikum war vom großflächigen Stromausfall in Blankenburg und Wernigerode ebenfalls betroffen. Die Patientensicherheit sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen, hieß es am Montag in einer Mitteilung. Die Notstromversorgung habe problemlos und zuverlässig funktioniert. „Allerdings hat es wegen des Stromausfalles Schäden an einzelnen technischen Anlagen und Geräten gegeben.“

An den Leitungen sei der „Eisbehang“ zum Teil weiter sehr dick, sagte die Avacon-Sprecherin. „Wir hoffen, dass wir das kurzfristig lösen können.“ Wie die Sprecherin auf Nachfrage sagte, hätten die Ausfälle nichts mit einem Blackout zu tun, sondern seien eine Folge einer „extremen Wettersituation“.

© dpa-infocom, dpa:230130-99-410169/4

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