Süddeutsche Zeitung

Braucht man das?:Haustier-Tracker von Invoxia

Das Modell des französischen Unternehmens ist besonders leicht - und damit nicht nur für Hund und Katze geeignet.

Wer einen Vierbeiner sein Eigen nennt, weiß nur zu gut, dass der sich nicht immer dort aufhält, wo er sollte. Was ihn übrigens oft mit Junior verbindet, leider auch mit manchem Senior - und überhaupt mit vielen Dingen, die einem am Herzen liegen. Und obschon der Pet Tracker des französischen Unternehmens Invoxia nur für das Auffinden von Tieren gedacht ist, eignet er sich dank kompakter Masse für alles, was sonst gerne verschwindet. Nur zu schnell sollte das Objekt oder Subjekt der Begierde beim Abtauchen nicht sein, sonst stößt der GPS-Tracker schnell an seine Grenzen.

Der Invoxia Pet Tracker misst gerade mal 42 auf 24 Millimeter bei einer Höhe von 17 Millimetern und einem Gewicht von 15 Gramm. Er stört so auch kleine Tiere nicht am Halsband - oder alternativ im Auto oder dem Ranzen des Kindes. Das Gerät ist wasserdicht bis einen Meter. Das Besondere ist die Lokalisierung: Anders als die Konkurrenz braucht es für den Pet Tracker kein teures Mobilfunk-Abo. Er nutzt das Funknetz des französischen Telekommunikationsunternehmens Sigfox, das relativ günstig ist und zum Senden und Empfangen von Positionsdaten wenig Energie benötigt.

Das Netz bildet einen der Vorteile des Trackers: So beinhaltet der Tracker-Preis von weniger als 100 Euro ein Abo für drei Jahre, danach kostet der Dienst 10 Euro jährlich. Zudem profitiert der Akku: Im Test musste alle zwei Wochen geladen werden. Das ist weniger als die Laufzeit von einem Monat, die Invoxia in Aussicht stellt, aber doch noch sehr komfortabel. Das Netz ist allerdings auch eines der größten Nachteile, weil es noch sehr viele Lücken gibt, vor allem in der Natur. Zudem sendet der Pet Tracker maximal alle fünf Minuten den Standort. Wohl dem, der da einen lahmen Hund besitzt.

Die Pet-Tracker-App ist solide. Sie schlägt auf Wunsch etwa Alarm, wenn sich der Pet Tracker mehr als zwei Minuten bewegt oder einen zuvor festgelegten Radius verlässt. Das Tier lässt sich über die App auch via Bluetooth-Funk-Verbindung suchen - jedoch nur in einem Radius von 20 Metern. Wer sich der Nachteile des Geräts bewusst ist, erhält einen nützlichen Helfer bei der Suche nach Geliebtem.

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Quelle:
SZ vom 15.05.2019
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