Süddeutsche Zeitung

Aktien:Inflationssorgen bremsen Dax

Der Dax steht im Minus und auch der rekordgetriebene M-Dax fällt unter die jüngst eroberte 33 000er-Marke zurück. Verkauft werden insbesondere Aktien von Beiersdorf und Zalando.

Zur Wochenmitte haben sich die Anleger den europäischen Aktienmärkten mit Engagements zurückgehalten. Der Dax stand am Nachmittag 0,7 Prozent tiefer bei 13 961 Punkten. Auch der M-Dax, der am Vortag erstmals über 33 000 Zählern notiert hatte, fiel wieder unter diese Marke zurück. Der Euro Stoxx 50, der Index für die wichtigsten Werte in der Euro-Zone, lag ebenfalls leicht im Minus. Am Markt wurde auf eine mögliche steigende Inflation angesichts der Konjunkturhilfen der Regierungen gegen die Corona-Krise verwiesen. Der Aktienmarkt sei zwar weiter sehr robust, doch Anleihen würden allmählich wieder eine echte Alternative, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Sorgen bereiteten weiterhin die Virusmutationen, die sich in Deutschland ausbreiten.

Bei den deutschen Werten geriet Beiersdorf ins Abseits. Die Aktien fielen um mehr als sechs Prozent und waren damit der schwächste Wert im Dax. Mit einem Abschlag von knapp vier Prozent zählten Zalando-Papiere zu den größten Verlierern im M-Dax. Der schwedische Investor Kinnevik will seine Beteiligung an dem Berliner Online-Modehändler in Höhe von 21 Prozent an seine Aktionäre ausschütten. Die Titel der Deutschen Bank setzten an der Dax-Spitze ihren guten Lauf mit einem Plus von mehr als zwei Prozent fort. Der derzeitige Renditeanstieg an den Anleihemärkten hellt auch das Bild für die gesamte Branche auf. So können Banken überschüssiges Geld rentierlicher anlegen. Nur kurz unter Druck gerieten nach einer weiteren Platzierung durch den Großaktionär Permira die Titel des Software-Unternehmens Teamviewer. Zuletzt lagen sie mit plus 4,4 Prozent an der M-Dax-Spitze.

An der Börse in Paris gaben die Aktien von Kering um knapp sieben Prozent nach. Die Corona-Pandemie setzt dem Luxusgüterkonzern mit seinen Marken wie Gucci, Yves Saint Laurent oder Bottega Veneta zu. In dem von Geschäftsschließungen geprägten Weihnachtsquartal sanken die Erlöse um 8,2 Prozent auf vier Milliarden Euro.

An der Wall Street kam der Dow Jones kurz nach Handelsbeginn nicht vom Fleck. Bei den Einzelwerten stand die Aktie des Versicherers American International Group im Fokus. Der Versicherer hatte einen zehnprozentigen Rückgang des Nettogewinns gemeldet, trotzdem stieg das Papier um 0,5 Prozent.

Bestens informiert mit SZ Plus – 4 Wochen kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/1.5208690
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
SZ vom 18.02.2021 / cikr, Reuters, dpa
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über Süddeutsche Zeitung Content. Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an syndication@sueddeutsche.de.