Süddeutsche Zeitung

Steigender Aktienkurs:Facebook steigert Umsatz, Gewinn und Nutzerzahlen

Der Börsenstart vor einem Jahr war missglückt, jetzt erholt sich die Facebook-Aktie: Nach guten Quartalszahlen des Internetkonzerns schießt das Papier nachbörslich um 20 Prozent nach oben und überrascht damit die Analysten.

Facebook versöhnt nach dem holprigen Börsendebüt vor einem Jahr allmählich die Anleger: Weil das weltgrößte Online-Netzwerk im zweiten Quartal mehr Nutzer und Werbekunden gewinnen konnte als von Analysten erwartet, schoss die Aktie nachbörslich um 20 Prozent nach oben auf den Stand von 32 Dollar. 38 Dollar hatte das Papier beim Börsengang gekostet, der Tiefstand lag zwischenzeitlich bei unter 18 Dollar.

Insgesamt konnte Facebook den Umsatz im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 53 Prozent auf 1,81 Milliarden Dollar (1,4 Mrd Euro) ausbauen. Der Gewinn lag unterm Strich bei 331 Millionen Dollar, nachdem vor einem Jahr noch ein Verlust von 157 Millionen Dollar angefallen war.

"Wir haben gute Fortschritte dabei gemacht, unsere Nutzerzahl zu vergrößern und die Beteiligung zu steigern", erklärte Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg am Mittwoch (Ortszeit) am Sitz im kalifornischen Menlo Park.

Das Netzwerk ist mittlerweile in mehr als 70 Sprachen benutzbar und hat inzwischen 1,15 Milliarden aktive Nutzer im Monat, ein gutes Fünftel mehr als noch vor einem Jahr. Noch stärker stieg die Zahl derjenigen, die täglich vorbeischauen. Das sind fast 700 Millionen. In Deutschland sollen etwa 25 Millionen Menschen Facebook nutzen.

"Mehr Zeit bei Facebook als je zuvor"

Je mehr Zeit die Nutzer bei Facebook verbringen, desto wertvoller werden sie für das Unternehmen, das sich vor allem über Werbung finanziert. Zuckerberg hob in diesem Zusammenhang vor allem das Geschäft auf Smartphones und Tablet-Computern hervor, was lange als problematisches Segment galt. Eine überarbeitete App und neue Werbeformate haben die Einnahmen hier steigen lassen. Das Unternehmen erzielt mittlerweile 41 Prozent seiner Werbeeinnahmen über mobile Geräte. Vor einem dreiviertel Jahr waren es erst 14 Prozent.

"Wir werden schon bald mehr Umsatz über mobile Geräte einfahren als über Computer", sagte Zuckerberg in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Mehr als 800 Millionen Nutzer greifen bereits über Smartphone oder Tablet auf Facebook zu. "Die Leute verbringen mehr Zeit bei Facebook als jemals zuvor", sagte der Firmenchef und wies wiederkehrende Berichte zurück, Jugendliche zögen sich aus dem Sozialen Netzwerk zurück. "Nach den Daten, die wir haben, ist das nicht wahr", sagte er.

Bestens informiert mit SZ Plus – 4 Wochen kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/1.1730193
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
dpa/AFP/sebi/gal
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über Süddeutsche Zeitung Content. Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an syndication@sueddeutsche.de.