Süddeutsche Zeitung

Sommerspiele 2024:Olympia-Gegner in Hamburg vor dem Sieg

  • Im Hamburg und Kiel sind nach dem Olympia-Referendum die Wahllokale geschlossen.
  • Ein Viertel der Hamburger Stimmen sind mittlerweile ausgezählt - demnach liegen die Olympia-Gegner knapp vorne.
  • In Kiel, wo die Segelwettbewerbe stattfinden sollen, zeichnet sich ein klares Ja ab.

Beim Hamburger Olympia-Referendum zeichnet sich ein knapper Ausgang ab. Nach Auszählung von mehr als 611 000 Stimmen lagen die Gegner einer Hamburger Bewerbung am Sonntagabend mit knapp 52 Prozent vor den Befürwortern mit 48 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 50 Prozent.

Um das Referendum im Sinne der Befürworter zu entscheiden, müssen sie in Hamburg zum einen eine Mehrheit der abgegebenen Stimmen haben und zum anderen mindestens 20 Prozent der Stimmen aller 1,3 Millionen Wahlberechtigten auf sich vereinen.

Ein vorläufiges Endergebnis wird spätestens für 22 Uhr erwartet.

Dagegen haben in Kiel, wo nach einer erfolgreichen Bewerbung 2024 die olympischen Segelwettbewerbe stattfinden sollen, die Bürger einer gemeinsamen Bewerbung mit Hamburg zugestimmt. 65,57 Prozent votierten mit Ja. Die Wahlbeteiligung lag bei 31,71 Prozent. In Kiel, wo fast 200 000 Menschen mitmachen konnten, war ein Ja von mindestens acht Prozent der Wahlberechtigten nötig, um die Segel-Bewerbung möglich zu machen. Dieses Quorum wurde erreicht.

Um die Sommerspiele 2024 bewerben sich Budapest, Paris, Rom und Los Angeles. Dort wird die Bevölkerung jeweils nicht gefragt. Die Entscheidung fällt das IOC 2017 in Lima (Peru).

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