Süddeutsche Zeitung

Washington:Anti-Trump-Proteste in Washington eskalieren

  • In Washington sind Proteste gegen die Amtseinführung Donald Trumps eskaliert.
  • Gegen einige hundert gewalttätige Demonstranten setzten Polizisten Tränengas ein.
  • Auch für Samstag werden Hunderttausende zu Protesten in Washington erwartet.

Donald Trump war noch nicht vereidigt, als in Washington schon Proteste gegen ihn eskalierten. Einige hundert schwarz gekleidete, vermummte Demonstranten zogen randalierend durch das Zentrum der US-Hauptstadt. Die Trump-Gegner warfen Steine und zerstörten Schaufensterscheiben. Der Großteil der Demonstranten blieb aber friedlich.

Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Menschenmassen auseinanderzutreiben, Beamte umzingelten etwa 100 Personen, die "Hände hoch, nicht schießen" riefen.

In Washington sammelten sich seit dem Morgen Tausende für die Feierlichkeiten. Die Behörden rechneten mit etwa 800 000 Zuschauern. Sicherheitsmaßnahmen wurden verschärft, große Teile der Innenstadt waren durch Beton- und Metallbarrikaden für den Autoverkehr abgesperrt. Laut Behördenangaben sind 28 000 Sicherheitsbeamte im Einsatz.

Auch in New York und anderen Städten demonstrierten mehrere tausend Menschen gegen den Republikaner. Protestierende trugen Schilder, auf denen sie Trump und den Kapitalismus verurteilten. In Berlin kam es ebenso zu Anti-Trump-Protesten. 850 Menschen haben am Brandenburger Tor gegen den US-amerikanischen Präsidenten protestiert.

Donald Trump ist zu seinem Amtsantritt einer der umstrittensten Präsidenten der US-Geschichte. Seine Zustimmungswerte sind niedrig. Auch für Samstag werden Hunderttausende von Anti-Trump-Demonstranten zu einem Protestmarsch in Washington erwartet.

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SZ.de/AP/AFP/leja/lalse
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