Süddeutsche Zeitung

US-Präsidentschaftswahlkampf 2012:Newt Gingrich gibt offiziell auf

Newt Gingrich hat sich offiziell aus dem US-Präsidentschaftswahlkampf zurückgezogen. Dies sagte er am Mittwoch in Arlington im Bundesstaat Virginia. US-Medien zufolge will Gingrich nun seinen Parteikollegen Mitt Romney im Rennen um die Präsidentschaft unterstützen. Auch nach seinem Ausstieg hat Gingrich aber ein großes Problem.

Der Republikaner Newt Gingrich ist nun auch offiziell aus dem Vorwahlrennen um die US-Präsidentschaftskandidatur ausgeschieden. "Ich setzte meine Kampagne aus, aber das bedeutet nicht, dass ich meine Staatsbürgerschaft aussetze", sagte der Ex-Parlamentspräsident am Mittwoch in Arlington vor den Toren Washingtons. In der vergangenen Woche hatten US-Medien bereits über den bevorstehenden Rückzug Gingrichs berichtet.

Bei dem Vorwahl-Marathon um die Republikaner-Kandidatur konnte Gingrich in den vergangenen Monaten nur in seinem Heimatstaat Georgia und im benachbarten South Carolina gewinnen. Gingrich lag damit um Längen abgeschlagen hinter Mitt Romney, der damit als Herausforderer von Barack Obama bei den Präsidentenwahlen am 6. November praktisch feststeht. Gingrich griff Obama noch einmal hart an: "Dieses ist eine Wahl zwischen Romney und Obama, dem radikalsten linken Präsidenten der amerikanischen Geschichte", erklärte er.

Mitt Romney erklärte anschließend, er sei zuversichtlich, dass Gingrich weiter "wichtige Leistungen" für die republikanische Partei erbringen werde. Der frühere Vorsitzende des Repräsentantenhauses habe die Politik in den USA mit "intellektueller Vitalität" bereichert.

Gingrich steckt in finanziellen Nöten

Auch Romneys schärfster Rivale, der erzkonservative Rick Santorum, hatte kürzlich das Handtuch geworfen. Jetzt ist neben Romney nur noch der utraliberale Ron Paul im Rennen. Aber auch er liegt so weit zurück, dass er für Romney keinerlei Gefahr bedeutet.

Wie Newt Gingrich der Tageszeitung US Today sagte, wolle er seinen vormaligen Konkurrenten Mitt Romney von nun an bei dessen Kandidatur unterstützen. Romneys Lager sagte Gingrich im Gegenzug zu, ihm bei der Bewältigung seiner Wahlkampfschulden zu helfen. Berichten zufolge soll Gingrichs Kampagne mehr als vier Millionen US-Dollar Schulden angehäuft haben.

Bestens informiert mit SZ Plus – 14 Tage kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/1.1347075
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
Süddeutsche.de/dpa/Reuters/AFP/schu
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über Süddeutsche Zeitung Content. Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an syndication@sueddeutsche.de.