Süddeutsche Zeitung

Nach Anschlag:Mehr Soldaten für Mali

UN-Generalsekretär António Guterres will Mission im Sahel ausweiten.

Nach dem Anschlag mit zwölf verletzten Bundeswehrsoldaten in Mali will UN-Generalsekretär António Guterres die Mission in dem westafrikanischen Land ausweiten. Guterres bat den UN-Sicherheitsrat in einem internen Brief um weitere 2069 Uniformierte - darunter 1730 Militärkräfte und mehr als 300 Angehörige von Polizeieinheiten. Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Bislang sind für die Minusma-Mission der UN etwas mehr als 13 000 Militärs vom Sicherheitsrat autorisiert. Guterres argumentierte mit den "immer komplexer werdenden Herausforderungen" der Mission und der zunehmenden terroristischen Bedrohung. Lücken gebe es vor allem bei der Unterstützung aus der Luft und im medizinischen Bereich, schrieb Guterres. Ein Selbstmordattentäter hatte vor gut drei Wochen nordöstlich der Stadt Gao eine Patrouille mit einer Autobombe angegriffen. Es wurden 13 UN-Soldaten verletzt, zwölf Deutsche und ein Belgier. Die Bundeswehr hält ein Bekennerschreiben der islamistischen Terrorgruppe JNIM, die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbunden ist, für authentisch. Derzeit sind rund 900 deutsche Soldaten an der UN-Mission Minusma beteiligt, die vom Bundestag gezogene Obergrenze liegt bei 1100.

Bestens informiert mit SZ Plus – 4 Wochen kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/1.5354863
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
SZ/dpa
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über Süddeutsche Zeitung Content. Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an syndication@sueddeutsche.de.