Süddeutsche Zeitung

USA:Biden soll Parteikollegin gegen ihren Willen auf den Hinterkopf geküsst haben

  • Ex-Vizepräsident Joe Biden plant womöglich, sich als Präsidentschaftskandidat der Demokraten zu bewerben.
  • Nun wirft ihm eine Parteikollegin vor, sie bei einer Wahlkampfveranstaltung 2014 gegen ihren Willen auf den Hinterkopf geküsst zu haben.
  • Biden sagt, er habe nie das Gefühl gehabt, unangemessen zu handeln.

Joe Biden, der frühere US-Vizepräsident und mögliche Herausforderer von Präsident Donald Trump bei der Wahl 2020, soll eine Parteikollegin unerlaubt auf den Hinterkopf geküsst haben. Die Vorwürfe von Lucy Flores kommen just zu einer Zeit, in der Biden eine Entscheidung über eine mögliche Präsidentschaftskandidatur zu treffen hat. In den Umfragen liegt er zum Teil deutlich vor seinen demokratischen Parteikollegen und auch deutlich vor dem Amtsinhaber Trump

Der 76-jährige Biden äußerte sich am Sonntag in einem Statement zu den Vorwürfen. Er habe nie im Glauben gehandelt, irgendetwas Unangemessenes zu tun. "In meinen vielen Jahren im Wahlkampf und im öffentlichen Leben habe ich unzählige Handschläge ausgetauscht, Umarmungen Sympathiebekundungen, Unterstützung und Trost. Nicht einmal, nie, hätte ich gedacht, unangemessen zu handeln", heißt es in der Stellungnahme.

Flores hatte in einem Zeitungsbeitrag erklärt, Biden habe sich bei einem ihrer Wahlkampfauftritte im Rahmen der Kandidatur für das Amt der Vize-Gouverneurin in Nevada im Jahr 2014 von hinten genähert, an ihrem Haar gerochen und ihr einen Kuss auf den Hinterkopf gegeben.

Er werde voller Respekt zuhören, ließ Biden wissen - auch wenn er möglicherweise eine andere Erinnerung habe oder überrascht sei von dem, was er höre. Flores erklärte, es sei sicher nicht ungesetzlich gewesen, was Biden getan habe. Aber: "Selbst wenn sein Verhalten nicht gewalttätig oder sexuell war, war es erniedrigend und respektlos." Daher wolle sie auf das Verhalten des damaligen Vizepräsidenten aufmerksam machen.

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