Süddeutsche Zeitung

Google-Doodle zur Wintersonnenwende:Willkommen, Winter!

Diesen Montag steht die Sonne auf der nördlichen Erdhälfte so tief wie das ganze Jahr nicht: laut Kalender der Winteranfang. Google widmet der Wintersonnenwende ein Doodle - ab jetzt werden die Nächte wieder kürzer.

Immer wieder zeigt Google auf der Startseite bunte Bilder oder Animationen - und erinnert damit an besondere Menschen oder Ereignisse. Wir sagen Ihnen, was Sie zum Google-Doodle unbedingt wissen müssen. Heute: Wintersonnenwende.

Das ist zu sehen:

Das heutige Google-Doodle bewegt sich: Von links kommt eine Frauenfigur ins Bild, mit der Möhre, die sie den spielenden Kindern reicht, wird der Schneemann erst komplett. Das Doodle stammt von Eleanor Davis, und die Illustratorin hat dieses Jahr bereits Frühlings-, Sommer- und Herbstanfang für die Suchmaschine Google bebildert. Die Künstlerin hat nun einige Vorarbeiten zu ihren Doodles getwittert - die Idee mit den bärtigen Gesichtern fiel bei den Machern von Google aber zum Beispiel durch.

Ebenfalls nicht angenommen wurde diese Zeichnung von einer im Meer badenden Frau. Davis hatte sich vorgestellt, dass sich die Brüste als Doppel-O in die Typografie von "Google" einfügen.

Dinge, die Sie wissen müssen:

Der Winteranfang ist kein willkürlich gewähltes Datum im Kalender, sondern fällt mit der Wintersonnenwende zusammen. An diesem Tag erreicht die Sonne den tiefsten Punkt ihrer Jahresbahn, das heißt, sie steht am Mittag tiefer über dem Horizont als an allen anderen Tagen.

Sonnenwenden gibt es zweimal im Jahr, einmal am 21. Juni sowie am 21. oder 22. Dezember. Die Sonne hat dann den größten nördlichen oder südlichen Abstand zum Himmelsäquator. Je nachdem, in welcher Hemisphäre man sich befindet, spricht man von der Sommer- oder Wintersonnenwende. Auf der nördlichen Erdhalbkugel findet die Wintersonnenwende diesen Montag statt: In Mitteleuropa scheint die Sonne dann nur etwa acht Stunden, der Tag ist der kürzeste des Jahres - auf der Südhalbkugel ist es umgekehrt.

Da ab der Wintersonnenwende die Tage wieder länger werden, war sie in vielen antiken und frühmittelalterlichen Kulturen ein wichtiges Fest. Das christliche Weihnachtsfest findet heute kurz nach der Wintersonnenwende statt, im iranischen Kulturkreis wird zur Wintersonnenwende die Yalda-Nacht zelebriert.

Für Meteorologen, die das Jahr aus statistischen Gründen wiederum in Quartale einteilen, ist dagegen der 1. Dezember der erste Wintertag. Der phänologische Winterbeginn, der sich zum Beispiel am Entwicklungsstand von Pflanzen orientiert, ist an kein festes Datum gebunden.

Interessant für:

Langschläfer, Nachteulen, frühe Vögel.

Mit diesem Satz können Sie beim Mittagessen punkten:

"Als Winter gilt die Zeit vom Blattfall der Stiel-Eiche bis zur Schneeglöckchenblüte" (laut phänologischer Definition).

Mit Material von dpa.

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SZ.de/fran/sks
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