Süddeutsche Zeitung

Verkehrschaos:Riesiger Minion verursacht Stau in Dublin

Ein Leben ohne Abenteuer ist so schrecklich wie ein Tag ohne Bananen, finden die Minions. Darum macht sich einer auf den Weg.

Minions sind kleine gelbe Wesen, die schon seit Urzeiten existieren. Gerade findet man sie auf der Kinoleinwand und als Tic Tac und Leibniz-Keks im Supermarkt. Die kleinen Dinger haben nur einen Wunsch: dem schrecklichsten Super-Bösewicht der Geschichte zu dienen. Der 3-D-Animationskinofilm über die Suche der geistigen Einzeller spielte bereits am ersten Wochenende 115 Millionen US-Dollar ein, in Deutschland sind die Minions ebenfalls auf Rekordkurs - zumindest was Animationsfilme angeht.

Ein Leben ohne Abenteuer, das ist die stets fröhliche Botschaft der Minions, ist so schrecklich wie ein Tag ohne Bananen. Und so kam es auch, dass ein Minion auf große Reise ging, ein besonders großes Exemplar. Zugetragen hat sich die Geschichte in Dublin.

Ein mehr als zehn Meter hoher Ballon in Minion-Form hatte sich aus der Verankerung auf einem Jahrmarkt in Dublin gerissen und war auf eine vielbefahrene Straße der irischen Hauptstadt geweht worden, wo er für einen langen Stau sorgte. Viele Autofahrer nahmen das Verkehrschaos mit Humor und posteten Fotos in den sozialen Netzwerken. Die Autofahrerin Erin Van Londen informierte schließlich die Polizei mit dem Hinweis, dass sich "ein Minion unter uns befindet". "Das war wohl einer der bizarrsten Anrufe, die ich je gemacht habe", sagte Van Londen dem Irish Independent.

Doch nicht alle nahmen den Vorfall auf die leichte Schulter. Der irische Politiker Paul McAuliffe will den Vorfall einem Bericht der The Irish Times zufolge untersuchen lassen: "Nicht auszudenken, wenn der Minion auf einem Fahrradfahrer gelandet wäre. Ich bin sehr besorgt, dass ein so großer Ballon auf einer derart vielbefahrenen Straße landen konnte."

Verletzt wurde durch den Ballon aber niemand. Nur einen Seitenspiegel zerstörte der umherrollende Minion auf seinem Weg.

Ende gut, Banana!

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