Süddeutsche Zeitung

Überschwemmungen:Sieben Tote durch Hochwasser in Deutschland

Entwarnung für Bewohner Straubings +++ Scheitelwelle der Elbe erreicht Mühlberg in Brandenburg +++ Wegen überfluteter Kläranlagen fließt in Thüringen Abwasser in die Weiße Elster +++ Katastrophenstab drängt Bewohner des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, ihre Häuser zu verlassen +++ Hochwasser forderte bereits sieben Menschenleben

Seit Tagen hat das Hochwasser Deutschland im Griff. Während die Pegel in Süddeutschland langsam sinken, beschäftigt die Flut an diesem Freitag vor allem Teile Brandenburgs und Sachsen-Anhalts. Niedersachsen, Schleswig-Holstein und das nordwestliche Brandenburg rüsten sich gegen die heranrollende Flutwelle, die am Wochenende erwartet wird. Politiker versprechen weitere Hilfen für die Hochwasseropfer.

  • Entwarnung für Straubing: Bewohner können in evakuierte Häuser zurückkehren.
  • Abwasser von 20.000 Haushalten fließt in Thüringen in die Weiße Elster.
  • Steigende Anspannung in Bitterfeld: Hier droht eine Überflutung, weil der nahegelegene Goitzschesee volllaufen könnte.
  • Verteidigungsminister Thomas de Maizière ist in die Hochwassergebiete von Sachsen-Anhalt gereist. Am Sonntag will sich auch Bundespräsident Joachim Gauck ein Bild von der Lage in den betroffenen Regionen machen.
  • Die vom Hochwasser betroffenen Länder fordern mehr Geld vom Bund und der EU.
  • Sieben Todesfälle werden bislang in Deutschland mit dem Hochwasser in Verbindung gebracht: In Sachsen-Anhalt wurde ein 74 Jahre alter freiwilliger Helfer am Donnerstagabend in Wittenberg von einem Radlader erfasst. Zuvor waren zwei Menschen bei Hilfsaktionen kollabiert und gestorben. In Baden-Württemberg starben im Zusammenhang mit dem Hochwasser ein Feuerwehrmann und zwei weitere Menschen. In Niedersachsen kam eine Frau bei schwächerem Hochwasser bereits Ende Mai ums Leben. Sie fiel vom Fahrrad, wurde in den Fluss Leine gezogen und erlitt einen Herzstillstand.

Die Entwicklungen im Überblick:

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