Süddeutsche Zeitung

SZ-Kolumne "Bester Dinge":Snooze Dogg

Wie Promis beim Einschlafen helfen können und welche Stimmen offenbar besonders beruhigend sind.

Von Veronika Wulf

Wenn man etwas gut kann, kann man es sprichwörtlich "im Schlaf". Dabei ist manchmal schon das Schlafen selbst eine wahre Herausforderung. Wann, wie lange, bei welcher Zimmertemperatur, mit wie viel Mageninhalt - längst ist um die scheinbar einfachste menschliche Tätigkeit (oder besser: Untätigkeit) eine Wissenschaft entstanden. Ganz zu schweigen von der Industrie, die von Baldrian und Hanföl über die Mondlampe und das Lichtmetronom bis zur Hightechmatratze im Wert eines Kleinwagens alles parat hält, was den Schlaf fördert.

Auch digital können sich Schlaflose beim Wegdämmern helfen lassen: Mit einer App kann man Blättern beim Rascheln oder Regen beim Rauschen zuhören. Mit einer anderen kann man tatsächlich Schafe zählen. "Bringt was", schrieb ein Nutzer in der Bewertung, ihm sei fast das Handy aus der Hand gefallen.

Natürlich gibt es auch Stimmen, die ganz schön einschläfernd wirken können, sie müssen dafür noch nicht mal eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen. Die Betreiber einer britischen Schlafwebsite (ja, das gibt es auch) haben mehr als 3000 Nutzer befragt, bei welcher Prominentenstimme sie am ehesten wegdämmern. Am beruhigendsten klingt demnach das Märchenonkel-Timbre des Naturfilmers Sir David Attenborough, gefolgt vom rhythmischen Chiller-Sound des Rappers Snoop Dogg und dem weichen Bass des Schauspielers Morgan Freeman. Erst auf Platz fünf kommt eine Frau: die britische Schauspielerin Julie Andrews.

Deutsche Prominente waren nicht Teil der Umfrage. Doch vermutlich schläft es sich zu einer Merkel-Rede besser ein als zu einer Moderation von Heidi Klum.

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