Süddeutsche Zeitung

Beatles:"Yes, yes, yes" statt "yeah, yeah, yeah"

Für eine Karaoke-Show hat Paul McCartney seine Heimatstadt Liverpool besucht. Und erzählt, was sein Vater von seinem Song "She loves you" hielt.

Was ist passiert?

Ex-Beatle Paul McCartney ist in der Comedy-Show Carpool Karaoke aufgetreten. Dort fährt er gemeinsam mit Moderator James Corden durch seine Heimatstadt Liverpool, besucht sein früheres Elternhaus, die Straße Penny Lane aus dem gleichnamigen Song und gibt am Ende ein Überraschungskonzert in einem Pub, in dem er früher gespielt und auch das eine oder andere Bier getrunken hat. Zwischendurch singen die zwei - wie in der Show üblich - einige der größten Hits, die McCartney in seiner Karriere geschrieben hat, darunter "Let it be" und "Hey Jude".

Warum interessiert uns das?

Das Ganze ist natürlich auch eine PR-Aktion, um McCartneys neues Album "Egypt Stadion" zu promoten, das im September erscheint. Davon abgesehen verrät der 76-Jährige aber nette, kleine Details aus seiner Karriere, die Beatles-Fans Tränen in die Augen treiben dürften - zumindest tun sie das bei Moderator Corden. So sei ihm die Idee zu seinem Song "Let it be" im Traum gekommen, und zwar durch seine Mutter, die kurz zuvor gestorben war, erzählt McCartney. Sie habe ihm gesagt: "It's ok. Let it be." (Zu Deutsch: Es ist ok. Akzeptiere es) Und als die Band den Song "She loves you" im Wohnzimmer übte, fragte ihn sein Vater, ob sie nicht lieber "yes, yes, yes" singen könnten statt "yeah, yeah, yeah", das sei ihm zu amerikanisch.

Davon abgesehen, gibt es nette Aufnahmen von perplexen Friseurinnen, ekstatischen Großmüttern und tränenaufgelösten Fans, während McCartney durch Liverpool spaziert, als wäre er nie weg gewesen. Und intime Momente, als Corden McCartney aufs Klo seines Elternhauses begleitet: "Hier habe ich viele Stunden verbracht" - natürlich der Akustik wegen.

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