Süddeutsche Zeitung

Jachenau:Straßensperrung nach Murenabgang

Die Strecke von Urfeld nach Sachenbach am Walchensee ist durch Geröll verschüttet

Von Benjamin Engel

Eine Mure ist in der Nacht auf Donnerstag auf die Staatsstraße zwischen Urfeld und Sachenbach am nordöstlichen Walchenseeufer abgegangen. Daher muss die für den öffentlichen, motorisierten Verkehr gesperrte, bei Fußgängern und Freizeitsportlern beliebte Ausflugsroute vorerst gesperrt bleiben. Wie das Staatliche Bauamt mitteilt, haben die Unwetter der vergangenen Tage mit Starkregen den Murenabgang auf Höhe des vom Jochberg herabziehenden Desselgrabens ausgelöst. Die komplette Straße sei auf einer Länge von 20 bis 30 Metern vollständig mit Geröll überdeckt, berichtet der zuständige Abteilungsleiter Martin Herda.

Das Gebiet ist ohnehin steinschlaggefährdet. Erst 2018 ist ein Schutzzaun an dieser Stelle gebaut worden. Die Wucht der jetzigen Mure hat diesen allerdings vollständig zerstört. Solange die derzeitige Witterung mit starken Niederschlägen und Gewittern anhält, kann das Staatliche Bauamt Weilheim laut Herda weitere Murenabgänge nicht ausschließen. Im Desselgraben mit dem gleichnamigen Bach, der sich von der Jocheralm bis an das Nordostufer des Walchensees hinunterzieht, bestehe zudem erhöhte Stein- und Blockschlaggefahr. Daher musste die Straße von Urfeld bis Sachenbach ganz gesperrt werden müssen, wie Herda erklärt. Auch für Fußgänger und Radfahrer sei dei Strecke bis auf Weiteres unpassierbar.

Bevor die Straße wieder freigegeben werden kann, müssen erst alle Schäden begutachtet werden. Weiterhin müsse der Desselgraben auf lockere Gesteinsformationen und Blöcke untersucht werden, schildert Herda. Wie lange da genau dauert, ist derzeit noch nicht abgeschätzbar. Näheres wird bekanntgegeben.

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SZ vom 25.06.2021 / bene
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