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Seeshaupt:Weitere Linden werden gestutzt oder gefällt

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Kommende Woche rückt noch einmal die Kettensäge in der Lindenallee zwischen der Gaststätte und dem Schloss Seeseiten bei Seeshaupt an. Nachdem bereits vier Bäume gefällt worden sind, läuft seit Anfang der Woche eine neue Bestandsaufnahme einer Fachfirma. Die Straße ist derzeit gesperrt, sollte aber noch am Mittwoch wieder geöffnet werden. Gemeinderätin Barbara Kopf sagte in der jüngsten Sitzung am Dienstagabend, dass die Bäume bei den anstehenden Pflegearbeiten "ihr landschaftsprägendes Bild" sicher verlieren würden - es müsse wohl noch Fällungen, in jedem Fall aber starke Kürzungen geben. Der Baumpfleger gewährleiste aber nach den Arbeiten die Verkehrssicherheit - zumindest bis Windstärke acht. Kopf legte in der Sitzung ihr Amt als Baumschutzbeauftragte der Gemeinde nach dem Wirbel um die bis zu 130 Jahre alte Allee nieder. Sie fühle sich von ihren Ratskollegen nicht ausreichend unterstützt, sagte sie. Auch am Dienstag diskutierten die Gemeinderäte wieder heftig.

Am Montag sollen die eigentlichen Baumarbeiten beginnen. Laut Bürgermeister Michael Bernwieser (PfB) werden sie etwa zwei Wochen dauern, währenddessen wird die Verbindung am See nach Bernried wieder für jeden Verkehr blockiert. Die Fachfirma arbeite strikt gemäß der Vorgaben des Landratsamtes. "Auftraggeber ist aber die Fincksche Gutsverwaltung", das Rathaus sei nur für die Verkehrssicherung zuständig. Derzeit bestehe bei normalen Windverhältnissen keine Gefahr, sagte Bernwieser, sobald die Bäume belaubt sind, sehe das aber wieder anders aus. Der Bürgermeister sorgt sich vor allem um Schlechtwettersituationen am Wochenende, wenn der Bauhof nicht besetzt sei. Bernwieser beruft sich auf den Bescheid des Landratsamtes von Ende Februar, demzufolge der Straßenabschnitt "insbesondere bei vorhersehbaren oder angekündigten Extremwetterereignissen" sicherheitshalber gesperrt werden soll.

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SZ vom 21.03.2019 / kiah
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