Süddeutsche Zeitung

München:Übersetzungspreis für Agnes Relle

Für ihre "herausragende Bedeutung für die Übertragung und Vermittlung ungarischer literarischer Werke" erhält die Übersetzerin Agnes Relle in diesem Jahr den Übersetzungspreis der Stadt München. Der Preis wird nur alle drei Jahre vergeben und ist mit 10 000 Euro dotiert. Agnes Relle, 1959 geboren, sei nach der Wende "zu einer der zentralen Vermittlerinnen ungarischer Literatur in Deutschland" geworden, heißt es in der Jurybegründung. In Anthologien wie "Von der unendlichen Ironie des Seins" zeichne sie ein differenziertes Bild der politischen Situation im Ungarn Viktor Orbáns. Und sie bringe als Übersetzerin "etwas von dem Schweben des Ungarischen" auch in die deutsche Sprache hinüber, bei Büchern von unter anderen Nobelpreisträger Imre Kertész, László Márton oder Noémi Kiss. Dabei beweise sie eine "geradezu akrobatische sprachliche und intellektuelle Gelenkigkeit".

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SZ vom 17.04.2021 / aw
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