Süddeutsche Zeitung

Polizei ermittelt:Rassistische Übergriffe in der U-Bahn

Ein Mann beleidigt drei Personen, einer Frau schlägt er sogar ins Gesicht. Zwei junge Männer gehen dazwischen.

In einer U-Bahn der Linie 6 Richtung Garching hat ein 48-jähriger Münchner mehrere Personen rassistisch beleidigt und angegriffen. Erstes Opfer des arbeitslosen Mannes war am Sonntagmorgen ein in München lebender Nigerianer, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Mit rassistischen Äußerung beleidigte der Münchner den 47-jährigen Fluglotsen. Im Anschluss feindete er ein türkischstämmiges Ehepaar mit rassistischen Ausrufen und ausgestrecktem Mittelfinger an. Der 60-jährige Museumsaufseher stellte sich daraufhin schützend vor seine 63-jährige Ehefrau.

Dennoch schaffte es der Angreifer, die Frau mit der flachen Hand ins Gesicht zu schlagen. Sie wurde leicht verletzt. Auf den Schlag hin gingen zwei 19-jährige Männer dazwischen. Nachdem der Zugführer informiert wurde, stiegen alle Beteiligten am U-Bahnhof Implerstraße aus. Dort nahm die Polizei den Vorfall auf und leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Beleidigung gegen den Münchner ein.

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Quelle:
SZ vom 06.08.2020 / rdin/imei
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