Süddeutsche Zeitung

Schauspiel:Begabte Kleist-Interpretinnen

Augusta Belóka und Carolin Steinegger erhalten den Lore-Bronner-Preis des Bezirks Oberbayern. Als dritte Nachwuchs-Schauspielerin wird im Kleinen Theater Haar Ricarda Verena Wimmer geehrt

Von Claudia Wessel, Haar

Augusta Belóka war Kunigunde aus dem "Käthchen von Heilbronn", Carolin Steinegger Penthesilea und Ricarda Verena Wimmer Dorfrichter Adam. Ihr Auftritt als Figuren von Heinrich von Kleist liegt schon einige Wochen zurück: Im Juni zeigten sechs Nachwuchstalente von drei Schauspielschulen ihr Können vor der Jury im Kleinen Theater in Haar, um den begehrten Lore-Bronner-Preis 2021 zu ergattern. Fünf Schauspielschülerinnen und ein Schauspielschüler sprachen damals der Jury vor. Vorgetragen werden mussten Texte von Heinrich von Kleist.

Geschickt wurden die Bewerber von der Neuen Münchner Schauspielschule, der Internationalen Schule für Schauspiel und Acting (ISSA) und der Schauspielschule Zerboni. Denn der vom Bezirk Oberbayern seit 1996 vergebene Lore-Bronner-Preis wird an staatlich genehmigten privaten Schauspielschulen in Oberbayern ausgeschrieben und richtet sich an Nachwuchstalente, die bereits während ihrer Ausbildung eine außergewöhnliche Begabung erkennen lassen und ihren Wohnsitz in Oberbayern haben.

Die Gewinnerinnen sind Augusta Belóka und Carolin Steinegger. Ricarda Verena Wimmer erhält eine lobende Anerkennung. Erst jetzt wurden die Preise offiziell von Bezirkstagspräsident Josef Mederer im Kleinen Theater in Haar verliehen. Belóka und Wimmer studieren an der Neuen Schauspielschule München, Steinegger an der ISSA. Die lobenden Worte der Jury und die insgesamt 6000 Euro Preisgeld, die sich die Gewinnerinnen teilen, gab es in dieser Woche, wiederum im Kleinen Theater in Haar. Die in Athen geborene Augusta Belóka, 39, überzeugte die Jury beim Vorsprechen durch "ihre Wandlungsfähigkeit und Bühnenpräsenz". Carolin Steinegger, 29, attestierte man "ein großes Potenzial und ein gutes Timing". Die Münchnerin Ricarda Verena Wimmer, 27, punktete mit "ihrer Leidenschaft für Provokationen". Alle drei werden als Teil des Preises bei den "Weilheimer Festspielen" auftreten.

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Quelle:
SZ vom 24.09.2021
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