Süddeutsche Zeitung

Grasbrunn:Jungwald geht in Flammen auf

Polizei vermutet weitere Tat des Serien-Brandstifters.

In der Nacht zum Dienstag haben knapp 1000 Quadratmeter Jungwald auf Grasbrunner Flur gebrannt. Mit Unterstützung ihrer Haarer Kollegen konnte die Grasbrunner Feuerwehr die Flammen zwar schnell ersticken, aber nach getaner Arbeit beschäftigte Kommandant Hannes Bußjäger und seine Leute vor allem eine Frage: War abermals der Feuerteufel am Werk, der seit mehreren Jahren sein Unwesen im Münchner Osten treibt, mindestens 20 Mal Waldstücke in Brand gesetzt hat - und bislang jedes Mal unerkannt entkommen konnte?

"Es deutet vieles darauf hin", sagt Bußjäger, und auch die Münchner Polizei ermittelt in diese Richtung. Möglicherweise handele es sich um die Fortsetzung der Brandstiftungsserie im Münchner Osten, heißt es im Pressebericht des Polizeipräsidiums München. Es war der zweite Waldbrand heuer in diesem Bereich, nachdem es bereits am 28. Februar im Truderinger Wald gebrannt hatte.

Das Feuer im Grasbrunner Wald entstand gegen Mitternacht zwischen der Bundesstraße 304 und der Bahnlinie München-Rosenheim, in der Nähe der Anschlussstelle Haar am Autobahnring A 99. Durch Einsatz eines Wasserwerfers und dreier C-Rohre konnten die Flammen schnell unter Kontrolle gebracht werden, was gar nicht so einfach war. Da im Bereich der Brandstelle keine Hydranten existieren, musste das Löschwasser mit Tanklöschfahrzeugen angefahren werden.

Als "komisch" bezeichnet Kommandant Bußjäger die Tatsache, dass eine Nacht zuvor, am Sonntag gegen 22.15 Uhr, nur 200 Meter von dem Waldstück entfernt, in der Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses ein Auto in Flammen aufgegangen ist. Ein Polizeisprecher sagte am Dienstag, es werde derzeit nicht von einem Zusammenhang mit der Brandlegung im Wald ausgegangen.

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Quelle:
SZ vom 24.04.2019
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